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Schlag gegen Palettenfälscher

09.01.2017

Im Auftrag der Rail Cargo Austria hat die Prüfgesellschaft SGS eine unangemeldete Betriebskontrolle bei einem belgischen Palettenhändler durchgeführt.

Originale UIC/EUR-Paletten sollten nur von lizensierten Betrieben bezogen werden.

3.700 gefälschte und ebenso viele illegal reparierte Holzflachpaletten konnten dabei sichergestellt werden. Während dieser Aktion trafen weitere Lkw mit Paletten fragwürdiger Herkunft und Qualität ein, die ebenfalls umgehend sichergestellt wurden, heißt es in einer SGS-Aussendung. Bei der Aktion nahe der belgisch-niederländischen Grenze waren neben den SGS-Prüfern auch ein Vertreter des belgischen Nationalkommitees der Epal (Belepal) sowie der zuständigen belgischen Behörde (Algemene Directie Economische Inspectie) anwesend.

Derartige Kontrollen sind neben der regelmäßigen Güteprüfung bei Herstellern und Reparateuren ein wichtiger Teil der umfassenden Qualitätssicherung von UIC/EUR-Paletten. Im Auftrag des Lizenzgebers Rail Cargo Austria übernehmen dies europaweit die Prüfexperten der SGS. Bereits im Mai 2016 konnte ein Fall von Produktpiraterie in Deutschland aufgedeckt und die gefälschten Paletten aus dem Verkehr gezogen werden. Die Paletten waren weder von einem lizenzierten Hersteller produziert, noch genügten sie den strengen Qualitätsanforderungen der UIC.

„Die in Belgien sichergestellten Paletten sind von so schlechter Qualität, dass es bei der Verwendung leicht zu Personen- und Sachschäden kommen kann“, erklärt SGS-Projektmanager Stephan Preilowski.

Autor:
Redaktion Straßengüterverkehr
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