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„Die Aussichten für 2014 sind positiv.“

31.03.2014

Reifengroßhändler Wilfried Fleischmann spricht im Interview über seine Aussichten für das aktuelle Jahr und sieht vor allem die kleineren Werkstätten als die großen Gewinner.

Wilfried Fleischmann

KFZ Wirtschaft: Herr Fleischmann, wie kann man das Reifenjahr 2013 zusammenfassen?
Wilfried Fleischmann: Das letzte Jahr war schwierig, da der Fachhandel von einem starken Preisverfall hart getroffen wurde. Das lag daran, dass die Lager übervoll waren, die Reifen darin aber bereits im Jahr 2011 und 2012 zu höheren Einkaufspreisen angeschafft wurden. Daher lag der Stückabgabepreis rund zehn Prozent unter dem Preisniveau von 2012. 

Schaut das heurige Jahr besser aus?
Ja, definitiv. Die Lager sind jetzt leer, die Altbestände abverkauft und das Geschäft praktisch bereinigt. Daher darf man von einer positiven Preisentwicklung auf Vorjahresniveau ausgehen. Für den Wiederverkauf ist das gut, weil die leeren Lager wieder aufgefüllt werden müssen. Für das Hofgeschäft ist ein leichtes Plus möglich, ist aber saisonabhängig.

Stichwort RDKS. Ihre Expertise?
Kein Grund zur Panik. Bis alle Autos damit ausgerüstet sind, dauert es sicherlich noch sieben bis zehn Jahre. Im kommenden Winter wird der Anteil vielleicht bei zehn bis 15 Prozent liegen. Daher sehe ich 2014/15 keine Kapazitätsprobleme beim guten Fachhändler. Zudem ist es wie beim Videorekorder: Es fängt mit zig unterschiedlichen Systemen an und am Ende setzt sich eine Technologie durch. Gleiches gilt für die Mehrkosten: Es wird von doppeltem Aufwand gesprochen, aber es wird sich ein Marktpreis etablieren. Wer länger braucht und teurer ist, wird auf der Strecke bleiben.

Wer sind die Profiteure der aktuellen Marktlage?
Ganz klar die kleinen Werkstätten. Ein Computer reicht für die Reifenbestellungen. Das Lager fällt weg und damit auch der teure Einkauf bei der Industrie.

Autor/in:
Philipp Bednar
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