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Mazda CX-3: Sportliche Platznot

19.12.2017

Als betont sportlicher Vertreter seiner Gattung erfreut sich der Mazda CX-3 großer Beliebtheit. Die Testversion mit Allradantrieb und belebenden Benzinmotor offenbart Stärken und Schwächen. Ein Manko könnte für Hobbysportler und Familien bei der Kaufentscheidung schmerzlich werden.

Fühlen

Im glänzenden Soul Rot Metallic steht der Kompakt-SUV vor uns. Das Interieur ist modern, hübsch und nicht sonderlich verspielt. Das Platzangebot in der ersten Reihe ist sehr gut, die Ergonomie stimmt. In der zweiten Reihe wird es schon etwas knapper, die Beinfreiheit ist nicht gerade üppig, aber noch in Ordnung. Omnipräsent das große Display für das SD-Karten-Navigations- und Multimedia-System. Die Ledersitze fühlen sich gut an, die Sitzposition ist - typisch SUV - leicht erhöht und bequem. Selbst auf längeren Etappen steigt man ohne Rückenschmerzen aus. Das passt.

Fahren

Der Kollege meinte, dass der G150 mit seinen 150 Pferden fast übermotorisiert sei. Ich bin anderer Meinung. Ja, er geht ganz zügig, aber mit den nur 204 Nm aus dem 2-0-Liter-Saugmotor braucht der CX-3 erhöhte Drehzahlen, um brav vorwärts zu ziehen. Es ist halt ein Sauger und kein Turbodiesel. Einmal daran gewöhnt, dass man die präzise 6-Gang-Schaltbox öfters rühren muss, macht der CX-3 durchaus Spaß. Die Lenkung ist präzise, könnte aber einen Tick weniger Servounterstützung vertragen. Das Fahrwerk ist unauffällig und schluckt brav all jene Unebenheiten, die heimische Straßen anzubieten haben. Der Testverbrauch mit 7,5 Liter auf 100 Kilometer liegt knapp einen Liter über der Werksangabe. Das geht in Ordnung. Auffällig: Die lauten Fahrtwindgeräusche bei Autobahntempo rund um die A-Säule.

Laden

Mit einem Kofferraumvolumen von 350 bis 1.260 Liter gilt der Mazda CX-3 in seiner Klasse als voluminös, aber ein Fahrrad oder die Angelausrüstung muss man schon gut zusammenlegen, um mit umgeklappter Rücksitzbank ausreichend Platz zu schaffen. Auch für junge Familien wird der CX-3 - auch ob der hohen Ladekante des Kofferraums - wohl eher nur zweite Wahl sein. Ein Mazda3 bietet hier mehr Platz um in etwa das gleiche Geld. 

Fazit

Mit knapp über 30.000 Euro ist der Mazda CX-3 kein Sonderangebot mehr. Aber die übervolle Ausstattung, die lässige Optik und die solide Qualität haben halt ihren Preis. Lediglich der kleine Kofferraum ist für Hobbysportler mit schwerem Gerät schlicht unterdimensioniert. (bed)

Motor: 
2,0-l-Benzinmotor, 6-Gang-Handschaltgetriebe, Allradantrieb
Leistung: 
110 kW (150 PS)
Testverbrauch: 
7,5 l/100 km
Preis: 
30.190,00 Euro (CX-3, G150 AWD, Revolution Top-Ausstattung)
Autor/in:
Philipp Bednar
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