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#PimpMyDuke: Teil 1 – Viel Fahrspaß für wenig Geld

17.10.2017

Wir bauen über die Wintermonate unser Dauertestmotorrad für die nächste Saison auf. Das Bike soll günstig und robust sein, sowie irre viel Spaß machen. Die Wahl fiel auf eine gebrauchte KTM 990 Super Duke. Ein erstes Kennenlernen mit der Apex-Duke.

Ich schraube gerne. Und während die halbe Zweiradwelt komplett durchdreht, weil die KTM 1290 Super Duke R praktisch alles in Grund und Boden brennt, denke ich mir manchmal: Toll, aber die Kiste kostet neu – mit ein paar Häkchen beim Onlinekonfigurator – ganz geschwind über 20.000 Euro. Leider bin ich weder Finanzgenie noch Softwareguru, also sind 40 violette 500-Euroscheine für mich unerschwinglich. Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass es ähnlich viel Fahrspaß auch für weniger Euros gibt. Und da wir über die Wintermonate eh keine Testberichte schreiben können, müssen wir andere Inhalte produzieren. Also warum nicht ein geiles Bike für wenig Kohle auf die Reifen stellen und damit nächstes Jahr fest anrauchen? Ein simpler Gedanke, der auch meinen Chef gefiel. Und so startet unser Umbauprojekt in der Automotiven Akademie.

Motorradwahl

Warum eine KTM 990 Super Duke? Weil ich ein Zweizylinderfan bin, gerne aufrecht im Sattel sitze und das raue, räudige Wesen der Super Duke schon immer mochte. Und weil man den grenzgenialen Streetfighter derzeit recht preiswert am Gebrauchtmarkt abgreifen kann. Wir haben für das Basismotorrad 4150 Euro hingeblättert. Die Eckdaten: Baujahr 2007, knapp 27.000 Kilometer am Tacho, vermutlich ein Sturz links, Akrapovic Race-Endtöpfe, kurzes Heck, alte, steinharte Reifen, mittelmäßiger Pflegezustand. Kurz: Die perfekte Basis um daraus ein feinen Nakedracer alter Schule zu machen. Warum nach alter Schule? Kein ABS, keine Traktionskontrolle. Kein Sicherheitsnetz, nur ein agiles Fahrwerk, bissige Bremsen und hoffentlich immer genug Grip unter den Bridgestone S21 Sportgummis. Da die Super Duke serienmäßig mit einem vollverstellbaren WP-Fahrwerk und anständigen Brembo-Bremsen daher kommt, fallen keine höheren Investitionskosten für beispielsweise neue Gabelinnerein oder ein neues Federbein an. Die Alternative zur 990 Super Duke wäre eine 690 Duke III gewesen. Da der Mehrpreis zur Super Duke aber so gering war, haben wir uns gleich für die nackte Boden-Boden-Rakete mit Zweizylinder entschieden. Einziger Knackpunkt: Der Zubehör-Teilemarkt ist aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters nicht mehr ganz so üppig.

Fahrwerkstuning

Da wir das Bike kommende Saison für diverse Zwecke einsetzen werden, darunter der Besuch verschiedener Fahrsicherheitstrainings, Foto- und Videofahrten, Produkttests und Rennstreckenterminen, wird die Super Duke über die nächsten Wochen und Monate eine Frischzellenkur bekommen. Das Serienmodell ist zwar eh super, aber es geht immer noch etwas mehr. Und da die Gute bereits elf Saisonen gesehen hat, gibt es einige Bereiche, wo wir dringend handanlegen müssen, beispielsweise am Fahrwerk. Der Pflegezustand und die Vorgeschichte deuten nicht darauf hin, dass die Federelemente schon einmal ein Service erfahren haben. Ergo ist vermutlich ein uraltes Gabel- und Federbeinöl im Einsatz. Bei der Gelegenheit werden wir das Fahrwerk auch gleich individuell auf meine Bedürfnisse anpassen lassen. Robert Wilhelmer - Fahrwerksguru meines Vertrauens - ist der richtige Mann für den Job. Und ja, ein Fahrwerksservice ist extrem wichtig und macht aus einem alten Bock binnen weniger Arbeitsstunden ein komplett neues Motorrad. Wirklich. Aber dazu in ein paar Wochen mehr.

Neuer Anstrich

Bei der Optik müssen wir ebenfalls nachhelfen. Erstens beißt sich das Orange doch arg mit unseren Apex-Farben - das Orange muss weichen, ein komplett neues Lackkleid wird sich über die Kunststoffverkleidungen und andere Teile legen. Prädikat: extra auffällig. Muss sein, Apex soll ja wachsen und gedeihen. Da ich fix davon ausgehe, dass die Apex-Duke nächste Saison Bodenkontakt haben wird, bekommt sie ein hinreichendes Sturzpads- und Crash-Protection-Paket spendiert. Hierfür habe ich mich primär für Produkte aus dem Hause GBRacing entschieden. Die Hübsche soll ja nicht binnen weniger Kilometer gleich wieder zum Lackierer müssen. Außerdem werden wir verschiedene Bremskomponenten hernehmen und austesten. Und da bei der Apex-Duke kein ABS verhanden ist, sollten sich die Unterschiede deutlich erspüren lassen.

Kinderkrankheiten

Derzeit macht die Apex-Duke bereits Faxen: Das bekannte Problem des plötzlich erhöhten Standgases (bis zu 3000 Umdrehungen) werden wir uns, gemeinsam mit einer Fachwerkstätte, anschauen müssen. Die Foren sind voll von Erfahrungsberichten dazu, mehrere Lösungen könnten zum Ziel führen. Schauen wir mal, ob wir günstig oder teuer aussteigen. Wenn alles gut geht, wird die Apex-Duke Anfang März, pünktlich zum Saisonbeginn 2018, komplett hergerichtet und fahrfertig sein. Bis dahin halten wir euch unter #PimpMyDuke auf dem Laufenden. Über jegliches Feedback freuen wir uns. Der Winter kann kommen, möge das Schrauben und Pimpen beginnen. 

Mit freundlicher Unterstützung von TOTAL Austria

Mehr Actionfotos der Testfahrten gibt es auf Instagram: apex_moto_at

Oder folgt uns auf Facebook: Apex-Moto

Autor/in:
Philipp Bednar
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