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#PimpMyDuke: Teil 5 - Die Endmontage

10.07.2018

Die APEX-Duke liegt in Teilen vor mir, nun gilt es das edle Puzzel Stück für Stück zum ganzen Motorrad aufzubauen. Bis auf ein paar kleine Kleinigkeiten bleiben böse Überraschungen aus.

Nachdem Fahrwerksprofi Robert die frisch servicierten und angepassten Federelemente geliefert, Lackierer Klausi alle Teile mit neuer Farbe benetzt und Foliermeister Philipp alle Sponsoren auf dem Lackkleid verewigt hat, kann ich endlich mit dem Aufbau der APEX-Duke beginnen. Knackpunkt ist vor allem die drängende Zeit, die Saison hat schon begonnen, das Bike liegt aber noch bis auf Motor, Rahmen und Tank komplett zerlegt in Kisten vor mir. Bereits in der Planungsphase war klar, dass die KTM Duke 4-Lichtmaske beim Zusammenbau die größte Hürde darstellen wird. Einerseits, weil die Halter speziell für die Gabelbrücken der 990 Super Duke angefertigt werden müssen und andererseits, weil bei der Super Duke der Großteil der Bordelektronik hinter dem Scheinwerfer in der Originallichtmaske versteckt ist. Da die Duke 4-Maske aber bedeutend kleiner baut, wird es spannend, wie der ganze Kabelsalat da rein soll. An dieser Stelle dickes Dankeschön an die Jungs aus dem KTM-Forum, die mich mit Tipps, Tricks und CAD-Zeichnungen für die Maskenhalter ausgestattet haben. Feine Community. 

Teile, Teile, Teile

Aber gehen wir es langsam an. Das Motor/Tank/Rahmengerippe hängt müde und spartanisch auf den Spanngurten und möchte belebt werden. Zuerst wird die Schwinge eingesetzt. Dabei werden gleich die Schwingenlager erneuert, obwohl die alten nach knapp 28.000 Kilometer noch tadellos sind. Schwinge drinnen, Heckrahmen rauf, damit anschließend das Federbein eingehängt werden kann. Erstes Problem: Das Federbein lässt sich kinderleicht am oberen Ende mit dem Hauptrahmen verschrauben, aber unten bei der Schwinge will das Federbeinauge nicht reinrutschen. Zuerst wird die Lackschicht rund um die Federbeinfixierung entfernt, aber das Federbein will trotzdem nicht rein. Es geht nur um Zehntelmillimeter. Also feile ich einfach etwas am unteren Federbeinauge herum. Zack, mit etwas Gummihammereinsatz sitzt das Federbein in der Schwinge und kann mittels Bolzen fixiert werden. Geht doch. Da die APEX-Duke noch immer an drei Spanngurten hängt, wird zügig das Hinterrad eingebaut. Als Reifen habe ich mich für Bridgestone S21 entschieden. Aktuell für mich der beste Straßensportreifen. Danke an dieser Stelle an Bridgestone Deutschland für den haftstarken Reifensatz. Bevor das Hinterrad gewuchtet wird, kommt die TRW RAC-Wave-Bremsscheibe auf die Felge. Die schaut scharf aus, ist leicht und robust. Feine Ware von TRW. Die schwarz lackierte Brembo-Originalbremszange wird mit passenden TRW-SRT-Bremsbelägen bestückt und bekommt durch eine Stahlbus-Entlüftungsschraube ein edles finish. Die Hinterradachse erhält die KTM Achssturzpads aus dem Power Parts-Katalog. Damit im Fall der Fälle die hübsche Schwinge nix abbekommt. 

Lange Nächte

Obwohl alle Anbauteile sehr gut passen und kaum Nacharbeiten notwendig sind, werden die Nächte in der Garage immer länger. Die hintere Bremsanlage ist mittlerweile komplett montiert, auch die Fußrastenanlage sitzt wieder am richtigen Fleck. Ich arbeite abwechselnd am Heck- und Motorbereich. Die GB-Racing Sturzpads schauen gut aus und bieten einen guten Sturzschutz bei noch vertretbarer Optik. Besonders pfiffig für die APEX-Duke sind die beiden Motorabdeckungen, die in Bronze matt lackiert wurden. Sie verdecken elegant den Sturzschaden und bieten für zukünftige Bodenkontakte einen guten Schutz. Praktisch: Die Motordeckel werden einfach nur angeschraubt und nicht wie viele Carbonvarianten angeklebt. Im Schadensfall lassen sie sich ganz bequem einzeln austauschen. Am Heckrahmen werden unter an der Unterverkleidung noch Hitzeschutzmatten angeklebt, um nicht von der Mivv-Underseat-Auspuffanlage gegrillt zu werden. An dieser Stelle ein ultradickes Dankeschön an die Firma Birner und speziell an Andreas Gruber, Vertriebsleiter Zweirad, der uns für die APEX-Duke ein nagelneue Mivv Suono Edelstahlanlage spendiert hat. Der italienische Auspuff in schwarz mit Carbon-Endkappe schaut nicht nur rattenscharf aus, der Sound ist auch richtig geil. So muss ein 1000er-V2 tönen. Großes, lautes Kino. Die Auspuffanlage mit Sammelkrümmer wird ganz einfach gegen die Originalanlage ausgetauscht. Die Endschalldämpfer werden mit Carbonschellen fixiert. Das Einrichten der Auspuffanlage geht leicht, nur die letzten paar Millimeter erfordern etwas Geduld. Die Entschädigung ist der übervolle, bassige Sound. Mit Db-Killern und somit sogar komplett legal. Einsteck-KAT vorausgesetzt. 

Detailarbeit

Hinten steht die APEX-Duke schon auf dem eigenen Reifen, Zeit die Front zu montieren. Die Gabelbrücken bekommen neue Lenkkopflager. Rein mit der Gabel. Zackzack, drinnen sind die dicken WP-Suspension-Gabelholme mit ihren schwarz gepulverten Gabelfüßen. Flutscht alles wunderbar. Gabelbrücken entsprechend der Drehmomenttabelle im KTM-Werkstatthandbuch anziehen, fertig. Lediglich das untere Lenkkopflager ging schwer vom Gabeljoch runter. Für Karosseriebauer Johannes und seinen Schweißbrenner eine Angelegenheit von wenigen Sekunden. Danke dafür. Das Vorderrad, ebenfalls mit neuen TRW Bremsscheiben ausgestattet, mit Bridgestone-Gummi bereift und frisch gewuchtet, ist bereit für den Einbau. Auch an der Front kommen die KTM Power Parts Achsprotektoren zum Einsatz. Für 35 Euro fast ein Schnäppchen. Zeit sich den Vierkolben-Brembo-Bremszangen zu widmen, die Lackierer Klausi für mich geschwärzt hat. Beim Abkleben der Bremskolben sind ein paar Farbtropfen auf die Kolben gekommen. Kein Problem: Kolben raus drücken und fein säuberlich abkratzen. Geht wunderbar mit einem Teppichmesser. Dabei gleich mal die Dichtlippen der Bremskolben kontrollieren. Alles dicht, weich, geschmeidig. Passt. Beim Zusammenbau der Bremse noch auf den Dichtring achten, der die beiden Bremszangenhälften am Übergang abdichtet und fertig sind die Bremszangen. Nun, fast, denn noch fehlen die TRW SRT-Sinter-Bremsbeläge für die TRW Bremsscheiben. Auch bei den vorderen Zangen kommen Stahlbus Entlüftungsventile zum Einsatz. Warum? Ich kenne kein System, mit dem das Entlüften der Bremse ähnlich einfach geht. Klasse Sache. Frontend ist fertig, Heck steht schon seit Tagen auf der Bühne. Zeit, die APEX-Duke von ihren Spanngurten zu befreien. Welch erhabenen Gefühl, wenn die Duke das erste Mal seit Monaten wieder auf den eigenen Rädern steht. Schön. 

Power-Batterie

Highsider Germany und der Onlineshop Brands4Bikes waren so freundlich und haben mir für die APEX-Duke Blinker (mit Relais), Spiegel, Lager und eine federleichte Lithium-Ionen-Batterie gesponsert. Vor allem die Motobat-Batterie wiegt mit knapp 900 Gramm nur ein Viertel der Originalbatterie. Gewichtsersparnis auf einen Schlag: -3 Kilogramm. Zwar ist die Batterie der Super Duke unter dem Ölkühler vor dem Motor sehr tief montiert, trotzdem können ein paar Kilo weniger nie schaden. Danke für die Unterstützung! Angenehm: Auch bei tiefen Temperaturen und längerer Standzeit startet die Lithium-Ionen-Batterie äußerst zuverlässig den dicken V2. 

Das Angstszenario

Bis hierher läuft die Montage relativ reibungslos. Ein paar Kleinigkeiten hier, eine Schrauberunachtsamkeit da, alles im grünen Bereich. Nun geht es an die Maske und die Frage: Wie bekomm ich all die Elektronik auf ein Drittel des ursprünglichen Platzes? Da ich weder geübt mit dem Lötkolben bin, noch gerne an Kabelbäumen herum schnippel, muss die Lösung mit den Originalkabeln umsetzbar sein. Einzige Möglichkeit: Die Rückseite der Duke 4-Maske radikal aufschneiden. Denn grundsätzlich finden alle Kabel sogar Platz, nur nicht mehr der Gaszug. Nach einer halben Nacht der schrittweisen Durchlöcherung der Maskenrückwand passen endlich alle Kabelstränge samt Gaszug in die Maske. Eine große Hilfe war dabei die PW-Nano-Blinkerrelais, da es wegen seiner Minigröße enorm Platz gespart hat. Unerwartet: Durch die maßgefertigten Halter sitzt die Duke 4-Lichtmaske nach dem zweiten Versuch gerade und perfekt zentriert. Toll. Echter Schrauberstolz kommt auf. 

Feinschliff und Sitzbank

Bis hierher hat der Zusammenbau in etwa vier ganze Arbeitstage verschlungen. Als Hobbyschrauber muss ich eindeutig an meinem Tempo arbeiten. Dafür schaut alles sauber und passgenau aus. Das große Finale ist dem TRW Superbikelenker, den Armaturen sowie der Entlüftung der Hydraulik gewidmet. Als besonders praktisch hat sich die Bohrschablone von LSL herausgestellt. Damit lässt sich in Windeseile ein perfekt sauberes Loch für die Arretiernippel der Lenkerarmaturen bohren. Tolles Helferlein. Die Neongelben Griffgummis drauf, die Handprotektoren von der KTM Duke 390 und als krönender Abschluss: schwarze, CNC-gefräste TRW Brems- und Kupplungshebel. Geil. Einfach nur geil. Und da steht sie, die APEX-Duke. Fast fertig. Noch g'schwind die kleinen, E-geprüften LED-Pen-Head-Blinker von Highsider montiert. Dazu die passenden Spiegel. Schaut fesch aus. Was fehlt? Die Sitzbank. Und die kommt direkt von SW-Motech, maßgefertigt und nach meinen Vorstellungen designt. Denn vor wenigen Monten hat SW-Motech mit der Plattform SW-Seats eine Onlineplattform gebaut, auf sich Motorradfahrer ihre Sitzbank individuell in Form, Farbe und Material fertigen lassen können. Und wie auf den Bildern zu erkennen ist: Die Sattelarbeiten sind von allerhöchster Güte. Mein Wunsch, der flachen Originalsitzbank einen stützenden Höcker zum Sozius zu verpassen und die Sitzfläche im Karo-Design zu steppen, wurde mehr als entsprochen. Als ich die Sitzbank ausgepackt habe, war ich nur begeistert: Perfekte Verarbeitung, jede Naht gleich lang, keine Unregelmäßigkeiten, hochwertige Materialien. So muss eine Sitzbank sein. Dazu das nur dezent am Heck aufgeprägte coole SW-Motech-Logo. Toll. Und wie sitzt es sich? Straff aber bequem. Denn wenn die Sitzbank zu weich ist - so mein Empfinden - leidet der Sitzkomfort nach zwei bis drei Stunden im Sattel extrem. Das kann mit der SW-Seats-Sitzbank nicht passieren.

Pickerl und ab die Post

Die Duke ist komplett fertig aufgebaut. Noch mal die Brems- und Kupplungsflüssigkeit kontrolliert, Luftdruck angepasst und noch ein Ölwechsel samt Ölfiltertausch. Fertig ist die APEX-Duke. Schnell zum Motorradhändler meines Vertrauens gefahren und anstandslos das Pickerl samt Anmeldegutachten bekommen. Die APEX-Duke ist damit verkehrssicher und vermutlich die schärfste 990 Super Duke im Straßenverkehr. 

 

Autor/in:
Philipp Bednar
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