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Test Bridgestone S21 - Vollgas-Gummi mit Ausdauer

18.10.2018

Der Bridgestone S21 Hypersportreifen im Ausdauer- und Langstreckentest. Haftung ohne Ende trifft auf Alltagstauglichkeit. 

Zu Saisonanfang habe ich mich ganz bewusst für den Bridgestone S21 Sportreifen entschieden. Das hatte zwei Gründe. Erstens: Ich kenne den Reifen von meiner privaten Ducati Multistrada und war sehr begeistert. Zweitens: Ich hatte letzte Saison auch einige Testbike, auf denen sich der Reifen hervorragend geschlagen hat. So war es die logische Konsequenz, der Apex-Duke einen Reifen zu gönnen, dem ich blind vertraue und der mir liegt.

Flotter Warmläufer

Obwohl die Apex-Duke ein betagtes Motorrad ist, kann man mit ihr sehr ernst andrücken. Die Performance über das Vorderrad ist selbst in ihrer 12. Saison beeindruckend. Um dem scharfen Handling gerecht zu werden, braucht es einenen ebenso performanceorientierten Vorderreifen. Ich bin der Meinung, dass der S21 die beste Vorderradperformance unter den aktuellen Sportreifen bietet. Und zwar sehr konstant bei unterschiedlichen Temperaturen. Selbst bei deutlich unter 10 Grad Außentemperatur und Stadtverkehr wird der S21 binnen weniger Ecken warm genug, um beherzt umlegen zu können. Bei typischen Saisontemperaturen (20-28) Grad, ist der Reifen noch flotter warm. Das spürt man schön, da er mit zunehmender Temperatur komfortabler wird und gleichzeitig präziser beim Einlenken.

Irrer Grip

Fordert man den S21, legt er performancemäßig nach und bietet irre viel Grip - bei allen Schräglagen. Mir kommt vor, dass er ähnlich wie Rennreifen, erst bei höherer Schräglage und Temperatur seine volle Stabilitätsstärke ausspielt. Das Feedback bei großer Schräglage ist sehr gut, speziell vom Vorderreifen. Auf der Apex-Duke ist das besonders wichtig, da die Front sehr agil und leichtfüßig ist. Reifen, die hier weniger Feedback bieten, lassen das Einlenkverhalten ganz schnell nervös oder kippelig wirken. Das fördert  nicht unbedingt das Vertrauen des Reiters beim Andrücken. Der Hinterreifen spielt gnadenlos mit. Gut, die Apex-Duke mit ihren rund 120 PS lässt einen modernen Sportgummi in Sachen Traktion und Haltbarkeit nur müde lächeln. Insofern konnte ich bei normalen Landstraßengrip fast immer bedenkenlos aufdrehen, ohne das der hintere S21 seitwärts wollte. Aber selbst auf bedeutend stärkeren Testeisen war ich überrascht, wie traktionsstark der Bridgestonegummi ist. 

Solide Laufleistung

Die Saison neigt sich dem Ende zu. Knapp 3500 Kilometer hat die Duke heuer abgespult und beide Reifen wirken noch nicht müde. Mir kommt vor, dass der Reifenverschleiß vorne und hinten sehr ausgeglichen ist. Geschätzt würde der Hinterreifen noch gut 1500-2000 Kilometer halten. Der Vorderreifen vielleicht etwas länger. 

Testurteil Bridgestone S21

Ich komme mit dem S21 hervorragend zurecht, da er zu meinem vorderradorientierten, rundem Fahrstil ideal passt. Schnelle Aufwärmphasen, extrem hohe Einlenkpräzision und viel Schräglagengrip zeichnen den japanischen Gummi aus. Bei Nässe lag das Reifenlimit immer über meiner Angstschwelle, womit ich nur schreiben kann: Auf nasser Fahrbahn hat mir nichts gefehlt. Daher: uneingeschränkte Kaufempfehlung von mir.

Testurteil Bridgestone S21, by p.bednar
Autor/in:
Philipp Bednar
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