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Grunderwerbsteuer NEU

16.12.2015

Noch sehr umstritten – und teilweise unklar!

Die Berechnung der Grunderwerbsteuer von unentgeltlichen Übertragungen wird ab 01.01.16 auf ganz neue Beine gestellt. In Zukunft gelten die folgenden Bestimmungen für alle unentgeltlichen Übertragungen (nicht nur für solche im engen Familienkreis).

Es gibt einen neuen Stufentarif:         

  • bis € 250.000,- Grundstückswert 0,5 %
  • für die nächsten € 150.000,-   2,0 %
  • darüber hinaus   3,5 %

Steuersatz vom Grundstückswert.

Bis dato ist noch nicht klar, wie sich der Grundstückswert errechnen wird, angedacht ist ein aus Vergleichswerten am Ort (Immobilienpreisspiegeln) ermittelter Wert. Jedenfalls soll sich der Grundstückswert dem tatsächlichen Verkehrswert möglichst annähern. Unentgeltliche Übertragungen der letzten fünf Jahre werden zusammengerechnet, die Grund­erwerb­steuer selbst kann über fünf Jahre verteilt bezahlt werden.

Werden im Zusammenhang mit dem unentgeltlichen Erwerb auch Schulden übernommen, so kommt es auf das Verhältnis der übernommenen Belastungen zum Grund­stückswert an, ob es sich um einen entgeltlichen, unentgeltlichen oder neu: teilentgeltlichen Erwerb handelt, die alle unterschiedlich zu behandeln sind. Bei begünstigten Betriebsübertragungen wird der Freibetrag von 365.000,- auf 900.000,- € für den unentgeltlichen Übergang von Betriebsgrundstücken erhöht.

Achtung: Die Grunderwerbsteuerpflicht wegen Übertragung aller Anteile bzw. Vereinigung aller Anteile in einer Hand tritt ab 2016 bereits bei 95% und nicht – wie bisher – bei 100% der Anteile ein, treuhändig gehaltene Anteile werden dem Treugeber zugerechnet.

Rat & Tat-Steuerberater, Kanzlei Jupiter
www.jupiter.co.at

Dr. Michael Kowarik 
www.kowarik.at

Original erschienen am 16.12.2015: Bauforum.
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