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Besitzer von E-Autos genießen zahlreiche Vorteile - nicht nur im Straßenverkehr, sondern auch finanzieller Natur.

Alternative Antriebe: Wegweiser durch den Förderdschungel

22.12.2020

Durch das Dickicht aus potenziellen Förderungen, Boni und steuerlichen Erleichterungen beim ­Thema Nutzfahrzeuge muss sich jeder Unternehmer früher oder später kämpfen. Natürlich gibt es bei elektrischen Antrieben wieder allerlei spezielle Geschichten. Hier ein Überblick. 

Und es gibt einiges zu besprechen. Denn im Beühen, Elektromobilität attraktiver zu machen, fährt der Staat große Geschütze auf. Dass reine Elektrofahrzeuge von der berühmt-berüchtigten NoVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer ausgenommen sind, da sie bekanntlich im Betrieb keine Schadstoffe ausstoßen, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Besitzer von Plug-in-Hybriden müssen bei der seit 1. Oktober 2020 neu berechneten motorbezogenen Versicherungssteuer nur für den Verbrennungsmotor blechen, profitieren also ebenfalls im großen Stil. Hier sind massive Einsparungen möglich, wenn man seinen Nutzfahrzeug-Fuhrpark elektrifiziert.

Sachbezug

Doch nicht nur Unternehmer mit Nutzfahrzeugen steigen bei E-Autos gut aus, sondern auch als Arbeitnehmer kommt man gut weg. Schließlich fällt der Sachbezug bei privat verwendeten vollelektrischen Firmenwagen komplett flach. Auch Hybride sind hier attraktiv. Denn seit dem 1. April dieses Jahres beträgt der Sachbezug nur dann die günstigeren 1,5  % des Kaufpreises, wenn der CO2-Ausstoß des Fahrzeugs unter 141 g/km liegt, und das nach dem strengeren WLTP-Zyklus. Dieser Grenzwert wird bis 2025 schrittweise auf 125 g/km gesenkt, darüber zahlt man 2  % Sachbezug. Vor allem Plug-in-Hybride erreichen im Normzyklus stets sehr niedrige Werte und gewinnen so deutlich an Attraktivität als Dienstauto.

Vorsteuerabzug

In puncto Vorsteuerabzug gewinnen E-Nutzfahrzeuge im Vergleich nicht so viel dazu, schließlich sind Klein-Lkw, -Busse etc. sowieso schon vorsteuerabzugsberechtigt. Tatsächlich sind allerdings sämtliche betrieblich verwendeten Elektrofahrzeuge bis zu einem Kaufpreis von 80.000 Euro vorsteuerabzugsberechtigt. ­Dazu gehören seit Anfang des Jahres nicht nur Pkw und Kombis, sondern auch Krafträder und Elektrofahrräder, die kein CO2 ausstoßen. Eine interessante Alternative für Lieferdienste.

Kaufpreis

Doch es wird noch besser. Schließlich werden Elektro-Nutzfahrzeuge schon beim Kaufpreis massiv gefördert. Voraussetzung ist, dass der Händler beim Kauf des Fahrzeuges einen E-Mobilitätsbonus in der Höhe von 1.500  € pro Fahrzeug gewährt hat. Leichte Nutzfahrzeuge zwischen zwei und zweieinhalb Tonnen werden dann zusätzlich mit 5.500 Euro gefördert, E-Nutzfahrzeuge mit 2,5 bis 3,5 Tonnen Gewicht können sich gar über 10.500 Euro Förderung freuen. Auch die Errichtung von öffentlich zugänglichen Ladesäulen am Firmenstandort wird unterstützt: bis zu 15.000 Euro pro Station werden hier ausgeschüttet.
Auch wenn man sich bei E-Fahrzeugen erneut durch diverse Bestimmungen arbeiten muss, ist es die Mühe schlussendlich zweifellos wert. Denn bei den Vorteilen, die hier im Spiel sind, wird Elektromobilität bei Nutzfahrzeugen von der Zukunftsmusik zur ernsthaften Alternative.

Elektroautos günstiger laden

Doch nicht nur öffentliche Stellen, auch die Hersteller bieten spannende Anreize. Egal ob Plug-in-Hybrid oder vollelektrisch, die Ladesäule ist ein zentrales Thema in der Mobilitäts-
frage. Für Fernreisende in Europa etabliert sich hier Ionity als wichtiger Partner. Die derzeit rund 300 Ladeparks in ganz Europa sind auf besonders schnelles Laden ausgerichtet und aufgrund der aufwendigen Infrastruktur mit 79 Cent pro Kilowattstunde auch nicht gerade billig. Mercedes etwa versüßt Fahrern des auf den Seiten 8 und 9 vorgestellten EQV deshalb den Kaufpreis mit einem inkludierten Ionity-Paket für ein Jahr, bei dem man sich nicht nur die Grundgebühr spart, sondern auch nur 29 Cent/kWh löhnt. Da Ionity 2017 als Gemeinschaftsunternehmen von der BMW Group, der Mercedes-Benz AG, der Ford Motor Company und dem Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche gegründet wurde, darf man sich wohl bei all diesen Herstellern bald auf entsprechende Angebote freuen, sofern sie nicht schon existieren. Gerade viel bewegte Nutzfahrzeuge von Unternehmern kommen bei diesen Deals voll auf ihre Kosten.

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