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Citroën Jumpy 2,0 HDI 120

Unterwegs mit Louis de Funès

11.11.2016

Wie in einem patenten und praktischen Kastenwagen Erinnerungen an das französische Kino der 1960er-Jahre wahr werden.

DOPPELT und dreifach Citroën Jumpy mit zwei Schiebetüren und drei Sitzen für ein fleißiges Trio
STONES-FAN Mit  Zungen-Logo wird aus Jumpy „Jumpin’ Jack Flash“.
Fakten

Motor: 2,0-Liter-4-Zylinder-Turbodiesel, 90 kW (122 PS)
Eigengewicht: 1.691 kg
Nutzlast: 1.409 kg
Anhängelast: 750/2.500 kg
Testverbrauch: 6,3 l / 100 km
Preis: ab 23.750,– Euro (exklusive Steuern und Abgaben)

VOR-/NACHTEILE
+ stimmiges Konzept
+ gute Verarbeitung
+ sparsamer Motor
 -  kein CD-Schacht

 Der Autor dieser Zeilen hatte seit seiner Kindheit ein Faible für Filme aus Frankreich: Egal ob Louis de Funès in Saint Tropez, Fantômas oder „Taschengeld“ von François Truffaut – alle diese Streifen entführten bereits den Wiener Volksschüler in eine fremde Welt. Eine leicht exotische Zutat waren dabei immer auch die französischen Autos. Citroën, Peugeot und Renault waren bei uns nicht so weit verbreitet, konnten bei Dunkelheit aber sofort an ihren gelb leuchtenden Scheinwerfern identifiziert werden. Auf der Kinoleinwand oder dem Fernsehschirm sorgte dabei regelmäßig ein Lieferwagen für gehörige Action: der Citroën Typ H. Er wurde ­sowohl von den „Guten“ (Ambulanz, Gendarmerie, Feuerwehr) als auch von den „Bösen“ (für Kidnappings oder Überfälle) verwendet und war dank seiner – hinten angeschlagenen – „Selbstmördertüren“ immer auch für spektakuläre Spezialeffekte gut.

Aktuell kommt der Citroën Jumpy als legitimer Erbe dem Typ H am nächsten. Er hat zwar konventionell angeschlagene Türen, aber dank der zwei praktischen Schiebetüren zum Laderaum könnte er auch heute wahlweise „brave“ oder „schlimme“ automobile Hauptrollen übernehmen. Die baugleichen Modelle von Peugeot und Toyota bieten zwar den gleichen hohen Nutzwert, passen wegen ihrer Logos aber nicht in das frankophil-cineastische Gesamtbild.

Gegenüber dem optisch deutlich charmanteren Typ H punktet der Jumpy mit pragmatischen Talenten und einem modernen ­Antriebsstrang. Der Zweiliter-Vierzylinder des 4.956 mm langen Testautos leistet 122 PS und passt gut zum Fahrzeugkonzept. Zeitgemäß ist auch der Normverbrauch von 5,5 l / 100 km (144 g CO2/km), im Test verbuchten wir 6,4 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Die sechs Gänge des manuellen Getriebes lassen sich gut schalten. Je nach Konfiguration bietet der Laderaum ein Volumen von 5,3 bis 5,8 Kubikmeter.

Als fahrender Arbeitsplatz ist der Jumpy für drei Personen geeignet, der Kollege auf dem Mittelplatz sollte aber eher von schlanker ­Statur sein und, auf Tuchfühlung mit den anderen Teammitgliedern an Bord, nicht unter ­Berührungsängsten leiden. Materialauswahl und Verarbeitungsqualität lassen keine Wünsche offen.

Mit empfehlenswerten Extras wie Sitzheizung, „City-Paket“ und Navigation aufgerüstet könnte der Jumpy auch in einem Drehbuch Ihres Unternehmens eine Hauptrolle spielen.

Gagenwunsch des überkomplett ausgestatteten Testautos: € 28.930,50 (netto). 

Autor/in:
Andreas W. Dick
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