Direkt zum Inhalt

Allianz zwischen Volkswagen und Ford

17.06.2020

Volkswagen und Ford unterzeichnen Verträge für globale Allianz für leichte Nutzfahrzeuge, Elektrifizierung und autonomes Fahren.

Durch die Allianz wollen beide Unternehmen ihren Kunden unter anderem schneller neue Technologien und eine breitere Modellauswahl bieten. Ausgehend von einem anhaltenden Wachstum der weltweiten Nachfrage nach Nutzfahrzeugen und nach leistungsstarken Elektrofahrzeugen erwarten beide Partner große Skaleneffekte für die jeweiligen Portfolios.

Die Volkswagen-Ford-Allianz wird:
• die Realisierung eines von Ford konstruierten und gebauten mittelgroßen Pickups vorantreiben, der ab 2022 von Volkswagen Nutzfahrzeuge als Amarok in das eigene Modellangebot aufgenommen wird.
• das Nutzfahrzeuggeschäft beider Unternehmen bereits im kommenden Jahr weiter stärken: Mit einem Stadtlieferwagen auf Basis des neuesten Caddy-Modells, das Volkswagen Nutzfahrzeuge entwickeln und fertigen wird. Ford wird als weiteres Projekt später einen gemeinsamen Transporter im Ein-Tonnen-Ladesegment entwickeln.
• die E-Mobilitätsstrategie beider Unternehmen unterstützen, indem Ford ab 2023 ein eigenes Elektrofahrzeug für den europäischen Markt auf Basis des Modularen E-Antriebskasten (MEB) von Volkswagen anbieten wird.

In den drei Nutzfahrzeug-Projekten der Allianz sollen insgesamt rund acht Millionen Fahrzeuge entwickelt und produziert werden.

„Angesichts der Covid-19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist es mehr denn je von entscheidender Bedeutung, belastbare Allianzen zwischen starken Unternehmen zu bilden", sagt Volkswagen Chef Herbert Diess. „Diese Zusammenarbeit wird die Entwicklungskosten effizient senken, eine stärkere weltweite Verbreitung von Elektro- und Nutzfahrzeugen ermöglichen und die Position beider Unternehmen entscheidend stärken.“

Sowohl Ford als auch Volkswagen verfügen über ein starkes gewerbliches Transporter- und Pickup-Geschäft auf der ganzen Welt, dazu gehören beliebte Modelle wie Transit und Ranger von Ford und die Transporter, Crafter, Caddy und Amarok von Volkswagen Nutzfahrzeuge.

Die Nutzung der MEB-Plattform von Volkswagen durch Ford in Europa ist zudem ein wichtiger Eckpfeiler in der Elektromobilitätsstrategie von Volkswagen und unterstützt die Anstrengungen beider Unternehmen, die Ziele des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erreichen. Volkswagen und Ford wollen zudem weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei Elektrofahrzeugen prüfen. Ab 2023 rechnet Ford innerhalb von mehreren Jahren mit der Auslieferung von mehr als 600.000 Elektrofahrzeugen auf Basis der MEB-Plattform. Das geplante Modell soll ein großzügiges Platzangebot mit den Vorzügen des Elektroantriebs kombinieren. Entworfen und konstruiert wird das Fahrzeug von Ford in Köln-Merkenich. Ford erweitert damit sein Angebot an E-Fahrzeugen neben dem vollelektrischen Mustang Mach-E, der 2021 vorgestellt wird.

Die Volkswagen-Ford-Allianz beinhaltet keine wechselseitige Eigentümerschaft zwischen den Unternehmen, die weiterhin Wettbewerber bleiben werden.

Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
25.03.2021

Die Wiener VAV Versicherungs-AG untersuchte die Bereitschaft der österreichischen Autofahrer, von Diesel oder Benzinern auf E-Autos zu wechseln.

Auf der Jahreskonferenz der BMW Group wurde der in den Startblöcken stehende BMW i4 erstmals ohne Tarnung gezeigt.
Aktuelles
17.03.2021

Der BMW-Konzern verabschiedet sich von der Technologieoffenheit zwischen Verbrennern, Hybriden und Elektroautos. Stattdessen richtet sich nun auch der Premiumhersteller voll auf die E-Mobilität ...

Aktuelles
17.03.2021

Anlässlichlich der Präsentation des Geschäftsberichts 2020 erklärt der Volkswagen-Konzern seine neue Plattform-Modell-Strategie. Die Transformation soll jetzt zügig gehen. 

Thomas Schmall, Vorstand Technik der Volkswagen AG
Aktuelles
15.03.2021

Volkswagen gibt erstmals genaue Einblicke, wohin die Akku-Reise in Zukunft gehen soll. Der Schlüssel zum Erfolg ist dabei vergleichsweise simpel. 

Ute Teufelberger ist seit Februar 2019 Vorsitzende des Bundesverbands Elektromobilität Österreich (BEÖ), der die ­Interessen von elf Energieunternehmen vertritt.
Aktuelles
11.03.2021

BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger sieht Österreich auf einem guten Weg in Sachen E-Mobilität, räumt aber ein, dass noch viel zu tun ist und Plug-in-Hybride mitunter gar nicht elektrisch gefahren ...

Werbung