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Dieser Volvo XC 60 fordert den Profis im Betrieb von Alex Ellinger derzeit einiges an Nerven ab.

Arbeitszeiten à la Formel 1

11.03.2021

In Zusammenarbeit mit der Bundesinnung Fahrzeugtechnik und der Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) gestaltet die KFZ Wirtschaft eine Serie zur Vermeidung von Fehlern und Mängeln in den Arbeitszeiten. Diesmal mit einen Fall aus der Werkstattpraxis von Alex Guillaume Ellinger. 

Ich muss zugeben, dass wir in der Vergangenheit auch nicht alles gemeldet haben. Es ist halt immer auch eine Frage der Zeit.“ Alex Guillaume Ellinger, Geschäftsführer der Firma Autopark in Wien-Donaustadt, ist in Sachen IFL ehrlich. Und er gelobt Besserung. Denn die Problematik ist ihm sehr wohl bewusst: Nur wenn Fehler gemeldet werden, kann es in den gängigen EDV-gestützten Kalkulationssystemen (Eurotax, Schwacke, DAT, Audatex) zu Verbesserugen kommen. Genau dafür wurde die Interessengemeinschaft für Fahrzeugtechnik und Lackierung (IFL) 2007 gegründet. 

Angaben teilweise lächerlich

Und Fehler bei den Arbeitszeiten gibt es nur zu oft. „Teilweise sind die Angaben der ­Hersteller geradezu lächerlich“, sagt Ellinger. Derzeit repariert er beispielsweise einen Volvo XC 60. Die Reparatur kostet mehr als 40.000 Euro und ist so aufwendig, dass sie sich manch andere Werkstatt gar nicht angetan hätte. Und dann muss man sich auch noch über solche Zeitangaben ärgern: Radhaus tauschen: vier Stunden, Achse vermessen drei AW ... Letzteres sei fast schon Formel-1-Niveau, lacht Ellinger. Sein Werkstattleiter schätzt den Aufwand der Achsvermessung mit allem Drum und Dran auf acht AW. Und für den Radkasten seien locker acht Stunden und somit wenigstens das Doppelte des veranschlagten Wertes erforder­lich. „Das macht schon Sinn, dass man darauf aufmerksam macht“, sagt Ellinger. 

Autor/in:
Hans-Jörg Bruckberger
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