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Audi A3 Sportback: Das defekte Kabel

16.03.2016

Der acht Jahre alte Audi A3 Sportback quattro machte zwar keine Mucken, doch das Aufleuchten der Motorkontrolllampe signalisierte ein Problem. Sicherheitshalber brachte ihn seine Besitzerin in die Werkstatt – und lieferte damit den Stoff für einen neuen Diagnosekrimi. 

M it 125.000 Kilometer auf dem Tacho befand sich der regelmäßig servicegepflegte Audi A3 Sportback quattro gerade in seinen besten Jahren, als das Aufleuchten seiner Motorkontrolllampe auf ein internes Problem hindeutete. Seine Besitzerin, die den Kompaktwagen hauptsächlich privat sowohl auf Autobahnen und Landstraßen als auch in der Stadt nutzt, suchte die auf Autoelektrik spezialisierte Werkstatt von Georg Ringseis in Wien-Landstraße auf, um den Fehler beheben zu lassen, bevor sich dieser möglichweise zu einem kapitalen Schaden auswächst. Doch was für den Fachmann anfangs nach einem Spaziergang aussah, erwies sich schließlich als anstrengende Bergtour mit mehreren Etappen:

▶ Das Auslesen des Fehlerspeichers deutet auf einen vollen Dieselpartikelfilter hin, eine Regenerationsfahrt wird empfohlen und durchgeführt. Fazit: Die Kontrolllampe erlischt, das Problem scheint vorerst gelöst zu sein. Ringseis empfiehlt der Kundin, ein Kraftstoff-Additiv zur inneren Reinigung des Motors zu verwenden, um eventuell vorhandene Ablagerungen zu entfernen. 

▶ Rund vier Wochen später klopft die Kundin erneut in der Werkstatt an – die Kontrolllampe leuchtet erneut. Diesmal ergibt die Analyse, dass der Differenzdrucksensor einen vollen Partikelfilter meldet, obwohl dieser erst vor kurzem regeneriert wurde. Ein Defekt des Sensors wird vermutet und dieser daher ausgetauscht. Fazit: Problem gelöst – doch nur scheinbar.

▶ Vierzehn Tage später fährt der A3 erneut mit leuchtendem Warnsignal vor. Diesmal greift der Fachmann nach härteren Bandagen und unterzieht den Partikelfilter einer intensiven chemischen Reinigung mit anschließender Regenerationsfahrt. Der vorläufige Erfolg gibt ihm Recht. 

▶ Wenige Tage später schafft es die Kundin mit ihrem A3, dessen Motorsteuergerät mittlerweile auf Notlauf geschalten hat, gerade noch in die Werkstatt. Der Fachmann ist ratlos und fragt direkt beim Hersteller nach, der ihm zu einem Software-Update rät. Gesagt getan, und wieder fährt die Kundin mit ihrem vermeintlich intakten A3 nach Hause – nur um zwei Wochen später mit dem gleichen Problem wieder aufzukreuzen – zum bereits 5. Mal!

▶ Laut Reparaturanleitung käme nun ein Tausch des Partikelfilters dran, was die Kundin über 3000 Euro kosten würde. Ringseis will ihr das ersparen und probiert es noch mit dem Tausch der Kabel zwischen Motorsteuergerät und Differenzdrucksensor - zur Erleichterung seiner Kundin die richtige Entscheidung. Ringseis: „Seither ist Ruhe!“ 
 

Autor/in:
Peter Seipel
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