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Automobilhersteller bei vernetzten Diensten mit Aufholbedarf

09.09.2021

Eine Studie vom Capgemini Research Institute zeigt, dass bei noch lange nicht alle Automobilhersteller in Sachen vernetzte Dienste up to date sind. Dabei geht es um einen 640 Milliarden-Dollar-Markt. 

Die Studie „Next Destination: Software – How Automotive OEMs can use the Potential of Software-Driven Transformation“ zeigt, dass die Hälfte der OEMs (51 Prozent) in den nächsten fünf bis zehn Jahren erwartet, bei der Bereitstellung von Softwarefunktionen als erfolgreich wahrgenommen zu werden. Dazu gehören Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), ebenso wie autonomes Fahren, Konnektivität und andere Services. Diese Aspekte werden neben ihrer führenden Position im Automobilbau zum zentralen Wettbewerbsfaktor. Darüber hinaus wird erwartet, dass der Anteil der Fahrzeuge pro OEM, die auf einer einheitlichen, gemeinsamen Softwareplattform betrieben werden, im Durchschnitt von sieben Prozent im Jahr 2021 auf 35 Prozent im Jahr 2031 steigen wird.

Allerdings bleibt der Studie zufolge der Reifegrad in Schlüsselbereichen gering. Die meisten OEMs (71 Prozent) befinden sich in der Anfangsphase ihrer softwaregetriebenen Transformation und haben bis dato lediglich Anwendungsbereiche identifiziert. Nur 28 Prozent haben ein Pilotprojekt oder einen Proof of Concept basierend auf Anwendungsfällen implementiert, um die Transformation in bestimmten Bereichen voranzutreiben, die chinesischen Hersteller sind allerdings schon bei 63 Prozent. Die Studie zeigt, dass nur 15 Prozent der OEMs als „Vorreiter" bei der erfolgreichen Transformation gelten, da nur sie den notwendigen Reifegrad zur Implementierung einer softwaregetriebenen Transformation vorweisen. Der Erfolg erfordert besondere Fähigkeiten, aber auch konkrete Zielvorgaben sowie die Beherrschung technologischer Trends. Die Vorreiter unter den OEMs gehen davon aus, dass der durch Software erzielte Umsatz bis 2031 28 Prozent ihres Gesamtumsatzes ausmachen wird.

Durch die Differenzierung mit einzigartigen softwarebasierten Funktionen und Diensten werden führende Automobilhersteller (OEMs) einen um neun Prozent höheren Marktanteil erzielen als ihre Wettbewerber. Die softwaregetriebene Transformation wird zudem dazu führen, dass sie in den nächsten fünf Jahren Produktivitätssteigerungen um bis zu 40 Prozent, Kostensenkungen um 37 Prozent und eine Verbesserung der Kundenzufriedenheit um 23 Prozent realisieren können. Trotz all dieser Vorteile bietet rund die Hälfte (45 Prozent) der OEMs derzeit noch keine vernetzten Dienste an, und nur 13 Prozent monetarisieren eben diese Dienste eigenhändig. Dies geht aus der aktuellen Studie des Capgemini Research Institute hervor, für die weltweit 572 Führungskräfte von Automobilherstellern befragt wurden.

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