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Automobilimporteure am Wort

27.03.2017

Günther Kerle, Sprecher des Arbeitskreises der Automobilimporteure, über den Turbo-Start ins neue Jahr und heitere Aussichten für den Fahrzeughandel.

Der europäische und konkret auch der österreichische Automarkt starteten gut ins neue Jahr. Knapp 1,2 Millionen Neuwagen wurden im Jänner in Europa abgesetzt, das entspricht einem Plus von 10,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Trotz des Turbo-Starts gibt man sich auf europäischer ­Ebene dennoch vorsichtig mit Prognosen. Zwar erwarte man sich für heuer einen „stabilen“ Markt, jedoch wird das Autojahr 2017 von vielen Unsicherheiten überschattet sein, meint zum Beispiel Dieter Zetsche in seiner Funktion als Präsident des europäischen Branchenverbands ACEA.

Er mahnte von der EU ein, den Zugang zum globalen Markt unbedingt zu wahren. Verhaltener begann das Jahr in den anderen großen Märkten. Deutlich positiver ist die Stimmung derzeit in Österreich. Mit einem Plus von 9,7 Prozent im Jänner ist hierzulande eine regelrechte Aufschwungsstimmung wahrzunehmen. Seit 1. März gilt der E-Mobilitäts-Bonus, den wir gemeinsam mit dem Bund für jedes neue Elektro- bzw. Hybridauto gewähren.

Bis zu 16.000 neue E-Fahrzeuge sollten mithilfe des Förderpaketes in den kommenden Jahren zusätzlich auf Österreichs Straßen kommen. Insgesamt sind derzeit rund 10.000 Elektrofahrzeuge in Österreich unterwegs. Allein im vergangenen Jahr wurden 3.826 neue E-Autos zugelassen. Mit der Ankaufsförderung und den bereits vorhandenen Vorteilen im gewerblichen Bereich (Sachbezugsbefreiung, Vorsteuerabzugsberechtigung) erwarten wir uns heuer wieder einen eindeutigen Zuwachs im Bereich der Elektromobilität. Zusätzlich wird mit dem Paket auch – und das ist wesentlich – die Ladeinfrastruktur ausgebaut. Mit 1. September beginnt die Umstellung auf die neuen Verbrauchsmessungen WLTP.

Wie wir jetzt wissen, wird die Umstellung kurzfris­tig keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Berechnung der NoVA haben. Es sieht so aus, als seien alle Voraussetzungen für einen guten Absatz gegeben. 
 

Autor/in:
Günther Kerle
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