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Bridgestone: Martin Krauss im Interview

13.10.2017

Bridgestone ist der weltweit größte Reifenproduzent. MARTIN KRAUSS lenkt die Geschicke in Österreich und erklärt im Interview, wie sich der Reifenfabrikant zukunftsfit macht.

Martin Krauss

KFZ WIRTSCHAFT: Herr Krauss, Bridgestone Österreich befand sich zuletzt in einer Umstrukturierungsphase, unter anderem wurde der Außendienst erweitert. Wie ist der Status quo?
Martin Krauss: Wir konnten dadurch interne Abläufe und die Gesamteffizienz spürbar verbessern und sind jetzt sehr gut für die kommenden Aufgaben gerüstet. Das heurige Geschäftsjahr werden wir vermutlich leicht über unseren Erwartungen beenden.

Bridgestone ist offizieller Werbepartner der Olympischen Spiele. Parallel dazu gibt es eine sehr emotionale Werbekampagne mit einzelnen Sportlern. Warum diese Marketingmaßnahmen?
Die gesamte Branche hat noch immer das Problem, dass Reifen als „Low-Interest-Produkte“ wahrgenommen werden. Bridgestone möchte seine Produkte aber mit Emotionen aufladen. Motorsportsponsorings sind dafür ein bekannter Weg, wir haben uns aber anders entschieden, um auch eine größere Breitenwirkung zu erzeugen. Immerhin sind wir jetzt in einer Marketingliga wie IBM und Coca Cola. Der Bezug zu den Sportlern ist nicht zufällig. Jeder einzelne Athlet, der von Bridgestone unterstützt wird, hatte mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen. Anschließend sind sie aber alle stärker und erfolgreicher geworden. Genau das wollen wir nach außen präsentieren: Egal was kommt, wir schaffen es und kommen stärker zurück. Deswegen haben wir uns auch bewusst für die Kampagne „Verfolge Deinen Traum. Egal was kommt“ entschieden.

„Marktpreise folgen den logischen Gesetzen von Angebot und Nachfrage.“ Martin Krauss, Sales Manager Bridgestone Austria

Lassen Sie uns über Vertriebsstrukturen sprechen. Welchen Fokus setzt man bei Bridgestone in Österreich?
Wir müssen unsere Produkte dort anbieten, wo der Verbraucher sie erwartet. Ziel unserer Vertriebsstrategie ist die bestmögliche, bedarfsorientierte Verfügbarkeit unserer Produkte zu gewährleisten – sowohl für den Handel wie auch für den Endverbraucher.

Viele Reifenhändler erzählen uns, dass die Margen seit Jahren kleiner und kleiner werden. Manche machen den Onlinehandel verantwortlich. Wie stehen Sie dazu?
Marktpreise folgen den logischen Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Dies ist auch im Reifenmarkt so und dem kann sich weder der Handel noch die Industrie entziehen. Den Marktherausforderungen durch unterschiedliche Kostenstrukturen in den Handelskanälen müssen sich auch Handel und Industrie stellen. Auf Herstellerseite können wir zur Wertschöpfung beitragen, indem wir innovative neue Produkte lancieren und diese entsprechend positionieren. Unser DriveGuard ist hier ein gutes Beispiel, und mit dem neuen Turanza T005 werden wir ab 2018 den Nässespezialisten in den Markt bringen.

Autor/in:
Philipp Bednar
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