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Der Ball liegt bei den Ländern

13.12.2012

Der von Gremium, Innung und Importeuren publizierte Ertragsratgeber ist fundiert und professionell. Jetzt liegt‘s an den Ländern, dieses gesammelte Wissen in Form von Veranstaltungen und Vorträgen bestmöglich zu den Betrieben zu bringen.

Anfang des Jahres 2013 wird der „Ratgeber für mehr Ertrag für Ihren Kfz-Betrieb“ publiziert. Einzelhandelssprecher KommR Josef Schirak hatte dafür gekämpft, nun wurde das Projekt von Gremium, Innung und den Importeuren realisiert. Ein fundierter Ratgeber für den Automobilhandel, der sich detailliert und professionell mit den Segmenten Neu- und Gebrauchtwagen, Versicherung, Finanzierung und Werkstatt|Ersatzteile auseinandersetzt. Dafür konnten Experten von Peter Voithofer (KMU Forschung Austria) bis Andreas Zederbauer (Finanzierung) gewonnen werden.

Das Werk wird zum einen von den Importeuren zum Markenhandel vertrieben, zum anderen von den Landesgremien an ihre Mitglieder verschickt. In Wahrheit liegt der Ball bei den Landesgremien. Das ambitionierte Werk nur zu verschicken, wäre ein großer Fehler. Das 40 Seiten dicke Papier würde zweifellos im Alltagsstress verlorengehen und de facto von keinem Menschen gelesen werden. Die Landesgremien müssen Veranstaltungsreihen und Vorträge mit den Studienautoren auf die Beine stellen und den Ratgeber anschaulich und begreifbar machen. Die Studienautoren wären bereit dazu, wie sie in Gesprächen mit der KFZ Wirtschaft versicherten.

Täglich werden Techniker in unseren Werkstätten mit Problemstellungen und Defekten konfrontiert, die oft erst nach langwieriger Suche entdeckt und sodann behoben werden können. Mit dieser Ausgabe startet die KFZ Wirtschaft eine Serie an „Diagnose-Krimis“. Redakteur Peter Seipel bereitet Fälle für Sie auf, spannend und informativ.

Etwas, das es vormals nicht gegeben hat, was aber eine Selbstverständlichkeit sein sollte, wenn man von der Maxime ausgeht, dass ein Fachmedium ausschließlich zur Information und zum Lesevergnügen der Rezipienten gestaltet werden sollte: die KFZ Wirtschaft berichtet vom A&W-Tag. In der Nationalbibilothek in Wien I ging eine hochkarätige Veranstaltung über die Bühne, im Rahmen derer brisante Themen von Branchengranden präsentiert und diskutiert wurden. So erklärt der Unternehmenssanierer Erhard Grossnigg, weshalb er der Meinung ist, dass es bis zum Jahr 2015 um 30 Prozent weniger selbständige Händler geben könnte. BGO Burkhard Ernst moniert, dass „wir heuer auf 90.000 Kurzzulassungen kommen, das sind 20 Prozent des Gesamtmarktes“. Denzel-Vorstandsvorsitzender Alfred Stadler hält dem entgegen, dass man keinen Hyundai-Händler in Österreich finden werde, der ob des Marketinginstruments Kurzzulassungen „traurig“ sei. Eine spannende Diskussion.

Gestatten Sie mir zum Schluss noch, Fakten zu erwähnen, die uns schlaflose Nächte bescheren sollten: Laut Peter Voithofer (KMU Forschung Austria) befinden sich 38 Prozent der Kfz-Betriebe in der Verlustzone. Und: Laut einer aktuellen Studie - wie Professor Hannes Brachat berichtet - „versickern“ 30 Prozent der Anrufe im Autohaus, sprich: es läutet, aber niemand hebt ab, bis der Kunde resigniert auflegt. Was nichts anderes heißt als: Diese Kunden sind auf immer und ewig verloren. Dass sich das viele Autohäuser leisten können, ist zu bezweifeln.

Autor/in:
Redaktion KFZ Wirtschaft
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