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Der „Glaubenskrieg“ – Batterie oder Brennstoffzelle?

16.12.2015

2016 wetteifern die Autohersteller mit neuen Modellen, die Wasserstoff oder Strom tanken können, um die Gunst der umweltbewussten Käufer. Förderungen und Steuererleichterungen machen den Umstieg aufs E-Auto zunehmend attraktiv – ein Trend, auf den sich auch die Werkstätten langsam einstellen müssen. VON peter seipel und philipp bednar

W asserstoff oder Strom aus der Steckdose – der Wettlauf der alternativen Antriebe ist in vollem Gang. Derzeit hat Strom die Nase vorn, und die bereits stattliche Palette batterieelektrisch oder mittels Plug-in-Hybrid angetriebener Fahrzeuge wächst ebenso rasch wie die Anzahl öffentlicher Ladestationen. Im praktischen Betrieb haben die chemischen Stromspeicher jedoch zwei entscheidende Nachteile: geringe Reichweite und stundenlange Ladedauer. Genau hier bietet sich die Brennstoffzelle als attraktive Alternative an.

Der Tankvorgang mit Wasserstoff dauert höchstens fünf Minuten, die Reichweite beträgt rund 500 Kilometer, und der Fahrer kann alle Vorzüge des elektrischen Fahrens genießen – kein Lärm, keine Abgase, ein tolles Drehmoment und einen geringen Verschleiß der Antriebskomponenten. Die Plus/Minus-Liste (siehe Kasten) zeigt die Stärken und Schwächen beider Systeme im Vergleich.

Bereits vor zwei Jahren brachte Hyundai mit dem ix35 Fuel Cell das erste in Serie gefertigte Brennstoffzellenauto auf den Markt, 2016 folgen Toyota mit der Limousine „Mirai“ und Honda mit dem Modell „Clarity“. Trotz der mageren Infrastruktur – in Österreich gibt es erst zwei, in Deutschland 12 Wasserstofftankstellen – konnte Hyundai in Europa bisher schon 250 Exemplare seines Brennstoffzellen-SUVs absetzen, dessen Antriebseinheit statt Rußpartikeln und Stickoxiden reinen Wasserdampf in die Umwelt bläst.

Autor/in:
Peter Seipel
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