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Mazda Austria-Chef Heimo Egger

„Der Optimismus kehrt zurück“

18.05.2021

Platz da für Mazda. Der legendäre Werbeslogan hat wieder Saison. Insofern nämlich, als der japanische Autobauer als klimaneutraler Mobilitätsanbieter am Markt reüssieren will und das vorzugsweise im Firmenkundensegment. Mazda Austria-Chef Heimo Egger erklärt die Strategie.

Der Mann scheint zur richtigen Zeit am richtigen Ort aktiv zu sein: Heimo Egger, Geschäftsführer von Mazda Austria, ist ein großer Fan der Elektromobilität. Genau die will Mazda nun forcieren. 2030 soll bereits jedes Modell der Marke auch elektrisch fahren. Bis 2050 will der Konzern komplett CO2-neutral sein. Und zwar nicht nur, was die Emissionen der Produkte an sich betrifft, sprich deren Antrieb, sondern der gesamte Lebenszyklus. „Mazda kalkuliert nach der strengen Lifecycle-Assessment-Formel – also inklusive Rohstofferzeugung, Autoproduktion, Wartung und Entsorgung“, erklärte Egger nun im Rahmen einer Veranstaltung in Wien, im Zuge derer der elektrisch betriebene MX-30 getestet werden konnte. Im Zuge der sogenannten Urban Challenge ging es darum, den MX-30 möglichst effizient durch den Wiener Stadtverkehr auf der Ringstraße zu bewegen und zu demonstrieren, dass der Werksverbrauch des Elektroautos tatsächlich unterboten werden kann.

Urban Challenge

Diese Veranstaltung verdient insofern Beachtung, als es der erste Live-Event seit einer gefühlten Ewigkeit war. Unter strengen Sicherheitskontrollen und mit Coronatests fand man sich in Kleinstgruppen in einem Wiener Innenstadthotel ein, das eigens dafür angemietet wurde. Der MX-30 hat sich nach seinem Marktstart im September 2020 bis Jahresende in Österreich 400 Mal verkauft. Für heuer rechnet Egger mit einem Absatz von rund 600 Stück.

Insgesamt peilt Mazda 2021 in Österreich einen Absatz von 9000 Fahrzeugen an. Das wäre ein Drittel mehr als im Krisenjahr 2020, das der Gesamtkonzern (bei Mazda endet das Geschäftsjahr allerdings stets im März) übrigens immerhin operativ in den schwarzen Zahlen abschließen konnte. Netto schlug ein Verlust von rund 256 Millionen Euro zu Buche. Jetzt schaut die Welt aber wieder besser aus. „Der Optimismus kehrt zurück“, sagt Egger.

In naher Zukunft setzt Mazda aber nicht nur auf E-Mobilität. Innerhalb der kommenden elf Monate bringt Mazda zwei Plug-ins sowie einen Vollhybrid auf den Markt. Gleichzeitig wird es aber auch neue, noch schadstoffärmere Verbrennungsmotoren geben: Ab 2022 kommt ein neuer Diesel-Reihensechszylinder, gefolgt von neuen Benzinern mit Kompressionszündung (ebenfalls als Sechszylinder). „Wir haben einen Multisolution-Ansatz gewählt“, betont Mazda-Manager Egger. Dass Verbrennermotoren auf dem Weg zur CO2-Neutraität mitgedacht werden müsse, zeige der Bestand an existierenden Fahrzeugen, von denen weltweit immer noch 99 Prozent mit Benzin oder Diesel fahren. Es gelte auch am Treibstoff anzusetzen, weshalb Mazda als erster Autohersteller der internationalen eFuel-Allianz beigetreten sei.

Ehrgeizige Pläne

Last but not least will Mazda in Österreich auch noch das Flottengeschäft forcieren. Jeder zehnte Mazda-Käufer war zuletzt ein Firmenkunde, bis 2023 soll es dann schon jeder vierte sein. Der MX-30 hat übrigens einen Gewerbekunden-Anteil von nicht weniger als 70 Prozent. Jetzt gilt es, die Händler dahin zu bringen, dass sie potenzielle Kunden auch in Sachen Förderungen optimal beraten. Und Mazda sucht einen Kooperationspartner fürs Fuhrparkmanagement.

Autor/in:
Hans-Jörg Bruckberger
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