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Die Richtung stimmt

25.10.2016

Betrachtet man die aktuelle Stimmung - atmosphärisch und quantitativ - so gibt es insgesamt legitime Gründe für Zuversicht. Die Neuzulassungen boomen, das Werkl rennt. Die Richtung stimmt.

In puncto Pkw-Neuzulassungen setzt sich der Aufwärtstrend im September fort. Demnach wurden im September 2016 29.900 Pkw neu zugelassen. Das sind um satte 15,1% mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres (25.966 Einheiten). Somit wurden von Jänner bis September 2016 252.242 Pkw neu zugelassen. Das sind um 6,3% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (237.193 Einheiten). Rein quantitativ alles absolut erfreulich. Dass es in Bezug auf die durchschnittliche Umsatzrendite nach wie vor – höflich formuliert – noch viel Luft nach oben gibt, sei aber auch erwähnt.

Durchwachsene Resultate

Gemäß einer aktuellen Studie der KMU Forschung Austria, die sich mit der Umsatzentwicklung der Kfz-Techniker (einschließlich Vulkanisieure) auseinandersetzt, ist im Branchenschnitt der Umsatz im ersten Halbjahr 2016 gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 wertmäßig um 0,8% gestiegen. 15% der befragten Betriebe meldeten Steigerungen um durchschnittlich 11,7%. Bei 59% der Betriebe lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. 26% verzeichneten Rückgänge um durchschnittlich 11,6%. Betrachtet man die Umsatzentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen, sieht die Sache nicht wirklich rosig aus. Beim Neuwagenverkauf melden 19% der Betriebe steigende Umsätze, aber 44% sinkende. Detto im Gebrauchtwagen-Segment: 11% steigend, aber 33% sinkend. Im so wichtigen Werkstattgeschäft ist zu konstatieren: 18% der Betriebe melden steigende Umsätze, 25% sinkende.  Höchst interessant ist stets, inwiefern Betriebe planen, Mitarbeiter abzubauen bzw. neue aufzunehmen. 10% der Betriebe planen, den Beschäftigungsstand im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2016 um durchschnittlich 16,2% zu erhöhen. 8% beabsichtigen, die Zahl der Mitarbeiter um durchschnittlich 10,7% zu reduzieren. Insgesamt sind die Resultate zwar nicht als höchst besorgniserregend zu betrachten. Grund zur uneingeschränkten Freude gibt‘s aber auch nicht.

Investitionen geplant?

GfK hat für die KFZ Wirtschaft folgende Studie erstellt: „Planen Sie heuer noch größere Investitionen?“ Die Ergebnisse sind nur auf den ersten Blick unerfreulich. 17% der befragten Betriebe ­planen tatsächlich im letzten Quartal nennenswerte Investitionen zu tätigen. Das ist angesichts der Tatsache, dass wir die erste Jahreshälfte bereits deutlich überschritten haben, die meisten essenziellen Investitionen ja bereits getätigt wurden, ein de facto ordentlicher Wert. Generell ist moderate Zuversicht durchaus legitim, auch wenn man sich der brisanten Herausforderungen wie stagnierende Umsatzrenditen oder immer rigorosere Herstellervorgaben stets bewusst sein muss.

Zukunft der begutachtung

Last but not least in eigener Sache: EBV 2017 ist bereits in Entwicklung. Wer 100 Millionen §57a-Gutachten mit Software unterstützt hat, der weiß genau, womit man Werkstättenleitern wirklich helfen kann. Rund 5400 von 6000 Kfz-Betrieben in ganz Österreich vertrauen seit Jahren auf den bewährten Service der kostenlosen EBV-Prüfsoftware. Nun wird das „Original“ weiterentwickelt: mit der ganzen Erfahrung aus 25 Jahren Prüfsoftware-Entwicklung. Mit dem umfangreichen ­Wissen um die Bedürfnisse und Wünsche unserer über 12.000 EBV-Nutzer. Und mit Kenntnis um die neuen Erfordernisse zukünftiger Begutachtungs­stellen. EBV 2017. Freuen Sie sich auf das Original in bester Qualität.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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