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Digitalisierung verändert Ersatzteilmarkt

16.03.2017

Eine aktuelle Studie des Frost & Sullivan Mobility Teams zeigt, dass die Autohersteller ihre Wachstumsstrategien vom Markenhändler zur Vertragswerkstatt verlegen müssen, um Gewinne zu steigern.

Da der europäische Fahrzeugmarkt im Altern begriffen ist, muss das europäische Service-Nachrüst-Netzwerk OES Neuerungen beim Kundendienst einführen, um im freien Ersatzteilmarkt bestehen zu können. „Dazu gehören eRetailing, Ausdehnung des Nicht-Händler-Geschäfts und Mehrmarken Teile, um die Aftersales Erfahrung und die Kundenbindung zu verbessern”, so Frost & Sullivan Mobility Program Manager Anuj Monga. Die europäischen Hersteller verfolgen bereits folgende Strategien:

  • Ford wird voraussichtlich seine Ersatzteil-Marke Motorcraft in Europa weiter ausbauen.
  • PSA investiert in digitale Startups, wie MisterAuto und AutoButler, um die eigene Marktpräsenz zu erweitern.
  • Hyundai-Kia plant die Lancierung einer Multichannel-Einzelhandelsplattform in Europa, die die Betriebskosten senken wird.
  • Volkswagen hat mit seinem TPS-Netzwerk einen direkten Weg zum freien Ersatzteilmarkt (IAM) in Großbritannien eingeschlagen.
  • BMW könnte seine eigene Webstore-Channel-Strategie außerhalb Deutschlands ausdehnen, je nachdem, wie das aktuelle Pilotprojekt ausgehen wird. Der Erstausrüster betreibt bereits einen eBay-Shop für Original-Ersatzteile.
Autor/in:
Redaktion KFZ Wirtschaft
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