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Direktvertrieb: Mercedes-Benz Österreich stellt Vertrieb neu auf

29.04.2020

Mercedes-Benz Österreich arbeitet an einem neuen Vertriebsmodell, das 2021 starten soll. Nach Schweden wird Österreich damit ein weiterer Markt der Mercedes-Benz AG, der auf den Direktvertrieb von Neufahrzeugen umgestellt wird.

 

Das neue Vertriebsmodell sieht vor, dass es national einheitliche Preise von Mercedes-Benz Neufahrzeugen in ganz Österreich gibt. Egal, ob man seinen Neuwagen online unter www.mercedes-benz.at/showroom , telefonisch mit Hilfe des Customer Contact Center oder bei einem Partner in Dornbirn oder Eisenstadt kaufe: Der Kaufprozess werde vereinfacht und die Kunden würden "absolute Preistransparenz" erhalten. Kunden müssten nicht mehr unterschiedliche Handelspartner besuchen, um die Preise zu vergleichen und könnten sich langwierige Preisverhandlungen ersparen. Natürlich werde es auch wie bisher spezielle temporäre Aktionen geben, die dann aber unabhängig von Ort und Kanal überall in Österreich gleich seien. Kunden würden zudem von einer größeren, landesweiten Auswahl an Bestandsfahrzeugen profitieren. Die persönliche Beratung in den Schauräumen bei den Handelspartnern vor Ort sei weiterhin wie gewohnt möglich, ebenso wie die Vereinbarung von Testfahrten. Auch der Kaufvertrag könne wie heute bei den Partnern unterzeichnet werden, der Vertragspartner für den Kunden sei jedoch künftig die Mercedes-Benz Österreich GmbH. 

Das Direktvertriebsmodell erlaube laut Mercedes Benz-Österreich, auf die veränderten Kundenbedürfnisse zu reagieren und biete große Chancen sowohl für die Kunden als auch die Vertragspartner. Durch eine Neuausrichtung von Rollen und Verantwortlichkeiten könnten sich die Handelspartner künftig noch mehr als bisher um die Kunden und deren Bedürfnisse kümmern, den Kunden noch stärker in den Mittelpunkt stellen und sich damit noch intensiver auf ihr Kerngeschäft fokussieren. Moderne Technologien und Veränderungen im Kundenverhalten würden neue Möglichkeiten für den Vertrieb von Fahrzeugen und Dienstleistungen eröffnen. Dazu arbeite das Unternehmen gemeinsam mit seinen Handelspartnern an neuen Angeboten für seine Kunden, wie zum Beispiel seit Frühjahr 2019 zum Direktvertrieb von Pkw in Schweden. Die Mercedes-Benz Österreich GmbH werde dieses Vertriebsmodell auch in Österreich für neue Pkw und Transporter (privat und gewerblich) umsetzen. Alle Aktivitäten würden in enger Abstimmung mit dem österreichischen Händlerverband und den Vertragspartnern erfolgen. 

BIM Harb "Gefahr: digitaler Verkauf"

Bundesinnungsmeister Josef Harb, Mercedes-Benz-Händler in Weiz und Voitsberg, sagt gegenüber der KFZ Wirtschaft, dass man vom neuen Vertriebsmodell schon länger gewusst habe. "Wir haben 30 Jahre mit Pappas hervorragend zusammengearbeitet. So wird das auch mit der Zentrale in Eugendorf sein." Pappas sei ja auch schon bisher der Vertragspartner der Endverbraucher gewesen. Das sei fortan eben die Mercedes-Benz Österreich GmbH. "Ich bin nie gegenüber Neuerungen negativ eingestellt. Wir werden die auf uns zukommenden Konditionen präzise prüfen und sodann bewerten", so Harb zur KFZ Wirtschaft. Eine potenzielle Gefahr sieht Harb in der Tendenz, dass künftig verstärkt auf den digitalen Verkauf gesetzt werde. Aber: "Als wesentlich größeres Problem erachte ich unsere Umweltministerin Leonore Gewessler, die sich mit ihrer generell autofeindlichen Einstellung ständig zu profilieren versucht", so Harb.

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