Direkt zum Inhalt
„Unser Zugang ist über den Teilehandel und da  exklusiv mit  Derendinger.“ Wolfgang Schneider, Motorex

„Durchstarten im Pkw-Bereich“

08.05.2014

Wolfgang Schneider, Marketing- und Key Account Manager bei Motorex erklärt, was die Marke von anderen Schmierstoffanbietern unterscheidet und weshalb man im Pkw-Bereich ausschließlich auf die Firma Derendiger setzt.

KFZ Wirtschaft: Der Schmierstoffmarkt in Österreich ist gesättigt. Wer braucht Motorex?
Wolfgang Schneider: Motorex braucht jeder, der auf Qualitätsschmierstoffe Wert legt und das entsprechend optimale Service dazu schätzt. Dies haben wir auch durch die Kooperation mit Derendinger sichergestellt. Motorex ist ein Qualitätsanbieter, beschäftigt sich ausschließlich mit der Entwicklung und Herstellung von Schmierstoffen. Wir sind also kein reiner Abfüller, der irgendwo zu günstigen Preisen einkauft und dann weiterverkauft. Wir produzieren in Langenthal in der Schweiz.

Wie ist die Kooperation mit Derendinger genau beschaffen?
Angefangen hat alles im Oktober des Vorjahres. Im November waren alle Filialleiter, Regional- und Gebietsleiter von Derendinger bei einer umfassenden Schulung in Langenthal.

Wie ist Motorex zurzeit in Österreich aufgestellt?
Von hohen Marktanteilen kann man einstweilen noch nicht sprechen. Gemeinsam mit Derendinger wollen wir im Pkw-Segment durchstarten. In den Segmenten Landtechnik, Bergbahnen, Kommunalbetriebe, Baufirmen und Transportunternehmen haben wir bereits einen guten Bekanntheitsgrad. Das sind die Schwerpunkte unserer direkten Verkaufsmannschaft. Derzeit beschäftigen wir fünf Gebietsleiter.

Wie groß sehen Sie das Potenzial von Motorex im Pkw-Bereich?
Prinzipiell setzen wir bei den Werkstätten an, bei Freien und bei Markengebundenen.

Was bieten Sie den Werkstätten?
Servicequalität, Beratung und Produktvielfalt. Wir haben für jede Anwendung und für jede Marke die passenden Produkte. Der Pkw-Bereich wird ausschließlich über Derendinger abgewickelt. Derendinger hat mit 29 Filialen und 26 Außendienstmitarbeitern einen hervorragenden Draht zu den Werkstätten und hat über das Ersatzteilgeschäft ja bereits beste Beziehung zu den Werkstätten, die zwei- bis dreimal pro Tag beliefert werden.

Warum sollte eine Werkstätte, die jahrelang bei einem renommierten Schmierstoffpartner war, zu Motorex wechseln?
Motorex ist eine Schweizer Qualitätsmarke, deren Image sicher beim Endkunden gut ankommt. Abgesehen davon kann sich die Werkstätte mit Motorex differenzieren, zumal unsere Produkte ausschließlich über die Werkstätten angeboten werden und nicht z.B. bei Schnellservice-Ketten, bei Bau-Supermärkten oder im Internet.

Wie umkämpft ist der Pkw-Schmierstoffmarkt?
Sehr umkämpft. Jeder, der neu einsteigt, geht einmal in den Pkw-Bereich. Einige probieren es über den Zubehörhandel, andere über den Endkunden. Unser Zugang ist über den Teilehandel und da exklusiv mit Derendinger.

Differenzieren Sie zwischen Freien und Markenwerkstätten?
Nein, Beides ist für uns interessant. Derendinger hat früher weniger Schmierstoffe an Markenbetriebe geliefert, gewinnt momentan aber viele. Da verzeichnen wir ein schönes Wachstum. Viele Markenbetriebe wollen sich mit einem neuen Produkt differenzieren, das weniger vergleichbar ist.

Inwieweit ist die Marke bekannt?
Im Osten gibt es einen größeren Erklärungsbedarf. Im Westen ist die Marke renommiert, vor allem durch die Nähe zu KTM. Die Partnerschaft mit KTM gibt es ja bereits seit zehn Jahren. Branchengerüchte, wonach diese Kooperation im Auslaufen sei, sind schlicht falsch. Wir haben auf mehrere Jahre verlängert, und der Fokus liegt auf der Produktentwicklung. Neu dazu gekommen ist, dass es fortan eine Zusammenarbeit beim X-Bow gibt. Das First-Fill-Geschäft läuft über Motorex, und es wird auch eine Empfehlung geben.

Gibt’s Kontakte mit Pkw-Herstellern?
Ja, bei der Forschung und Entwicklung. Und zwar mit allen Herstellern. Im First-Fill-Bereich aber nicht. Motorex liefert zwar in 75 Länder, aber hauptsächlich im Zweirad-Segment.

Stichwort: Nachfüllliter. In wie weit schöpfen Werkstätten das Potenzial aus?
Da gibt’s nach wie vor großes Potenzial, wobei man auch verstehen muss, dass Werkstätten so vieles andere im Alltagsprocedere umsetzen müssen, dass oftmals wenig Zeit bleibt. Wir werden das Thema in jedem Fall demnächst konkret mit unseren Partnern ansprechen, um Frequenzsteigerung im Autohaus zu generieren und Bewusstsein bei den Endkunden für den Nachfüllliter zu schaffen. All das muss rasch und einfach umsetzbar sein, sonst macht es niemand.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
07.11.2014

Das Autohaus Schnitzhofer in Abtenau ist in der Region eine verlässliche Adresse für Neu- 
und ­Gebrauchtwagen sowie Landmaschinen. Wenn’s um Schmierstoffe geht, setzt man bei ­
...

Aktuelles
02.04.2014

Im CERN bei Genf fand am Rande des Automobilsalons die Präsentation der neuen Schmierstoff-Generation Castrol Edge mit Titanium FST statt. Es ist das stärkste Motorenöl in der reichen ...

Aktuelles
11.02.2014

Seit 1. November 2013 ist der vormalige Österreich-Geschäftsführer von Total zum Key Account Manager für die deutschen OEMs avanciert. Ruben Härtig erklärt im KFZ Wirtschaft-Interview, was er ...

Firmen & Facts
14.10.2013

Bei Castrol Professional handelt es sich um ein Angebot für die Werkstätte.  Premium-Schmierstoffe  in Verbindung mit praxisorientierten Business-Lösungen sollen der Werkstätte messbare Erfolge ...

Alternative Antriebe
11.10.2013

Im KFZ Wirtschaft-Interview spricht Shell-Vertriebschef Friedrich Hartmann über die Zukunft alternativer Antriebe, das Schmierstoffgeschäft und erklärt, was Shell der Werkstätte an Nutzen bietet ...

Werbung