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E-Motoren in der freien Werkstatt?

13.02.2020

Für viele freie Werkstattbesitzer ist die E-Mobilität ein wartungsarmes Feindbild. OLAF HENNING VON MAHLE erklärt, warum die E-Mobilität auch eine Chance ist.

OLAF HENNING, LEITER MAHLE AFTERMARKET
E-Motoren gelten als Ertragskiller in Autohäusern und Werkstätten. Das dafür benötigte Thermomanagement birgt aber noch Ertragspotenzial.
E-Motoren gelten als Ertragskiller in Autohäusern und Werkstätten. Das dafür benötigte Thermomanagement birgt aber noch Ertragspotenzial.

Mit dem Einzug der E-Mobilität geht in den Werkstätten häufig Unsicherheit einher. Wie viel Wartung braucht ein E-Motor? Wie hoch sind das Reparaturvolumina? Welche Modelle und welche Spannungsniveaus setzen sich durch? Und wie kommen Werkstätten an die notwendigen Informationen, um eine sichere, effiziente und schnelle Wartung bzw. Reparatur zu gewährleisten? Hier kommt Mahle Aftermarket als ganzheitlicher Lösungsanbieter mit Erstausrüster-Know-how ins Spiel. Mahle bietet Herstellern von Elektrofahrzeugen bereits heute durchdachte Antriebslösungen mit maximaler Performance. Traktionsmotoren von Mahle sind für alle Einsatzmöglichkeiten geeignet: für Mild- und Voll-Hybrid-Fahrzeuge, für Fahrzeuge mit Range Extender sowie für rein batterieelektrische Fahrzeuge oder Brennstoffzellenfahrzeuge und auch Zweiräder. Durch einen kontinuierlichen Ausbau der Aktivitäten im Bereich Leistungselektronik und Antrieb stellt sich Mahle seit geraumer Zeit auf den Mobilitätswandel ein – und stellt damit auch die Weichen für sein Aftermarket- Portfolio von morgen.

„Die Anforderungen an die Werkstätten ändern sich und werden vielfältiger.“ OLAF HENNING, LEITER MAHLE AFTERMARKET

CHANCE STATT RISIKO

„Die Anforderungen an die Werkstätten ändern sich und werden vielfältiger. Wir unterstützen sie dabei mit hoher Verfügbarkeit, erstklassiger Qualität und allen Services und Informationen, die in den Werkstätten gebraucht werden“, erklärt Olaf Henning, Mitglied der Mahle Konzernleitung und Leiter des Geschäftsbereichs Aftermarket. Das Thermomanagement rund um Batterie und Antrieb von E-Fahrzeugen wird von besonderer Bedeutung für den Alltag der Werkstätten sein. Der Wärmehaushalt eines Elektromotors unterscheidet sich grundlegend von dem eines Verbrennungsmotors. Der Klimakompressor wird Teil des Antriebsstrangs, da er für die Kühlung von Batterie und Motor zuständig ist. Wie wichtig dabei das Thema Effizienz ist, wird insbesondere bei einer Fahrt im Winter deutlich. Während ein Verbrennungsmotor reichlich Abwärme zum Beheizen des Innenraums produziert, reicht die Energie eines Elektromotors kaum aus, um die Kabinenluft ausreichend aufzuwärmen.

COOLNESS-FAKTOR

Zwar produzieren auch Elektroautos Abwärme, zum Beispiel während des Ladevorgangs der Batterie, jedoch deutlich weniger als Verbrennungsmotoren. Diese Wärmeentwicklung einerseits abzuleiten, um die Bauteile zu schützen, und andererseits, um sie effizient für die Klimatisierung zu nutzen, ist ein wichtiger Teil des Thermomanagements. Letztendlich zielen alle Maßnahmen darauf ab, die vorhandene Energie effizienter zu nutzen, um die Reichweite zu erhöhen. Für die Werkstätten sind die Thermomanagementsysteme in dieser Komplexität ein Novum. Deswegen stellt Mahle bereits heute sicher, dass für die Werkstätten zum richtigen Zeitpunkt Reparatur- und Wartungsinformationen (RMI), Ersatzteile, Diagnose- und Servicegeräte bereitstehen. So möchte Mahle die Werkstätten auch in Zeiten der E-Mobilität gezielt in ihrem neuen Geschäftsfeld unterstützen. (red)

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