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EBV 2017: Qualitätssicherung

13.10.2017

Wie wichtig die §57A-ERMÄCHTIGUNG für heimische Betriebe ist, zeigt ein Insolvenzfall in der Steiermark. Mit der EBV 2017 können Betriebe dank Qualitätssicherung und Reportwesen auffälligkeiten frühzeitig erkennen.

Josef Harb

Der Betrieb Straßnitzky in Halbenrain, Steiermark, steht vor der Insolvenz. Medienberichten zufolge war der §57a-Ermächtigungs-Entzug ein wesentlicher Faktor, warum das 1930 gegründete Unternehmen die Geschäftstätigkeit niederlegen muss. Zwei Mitarbeiter sollen trotz schwerer Fahrzeugmängel Pickerl ausgestellt haben. Immer wieder betonen die Landesinnungen sowie die Bundesinnung der Kfz-Techniker, dass „Gefälligkeitsgutachten“ weder ein Geschäft noch zulässig seien. Übermäßige Nachsicht bei der §57a-Überprüfung würde meistens auffallen, gibt auch Josef Harb, Landesinnungsmeister Kfz-Techniker Steiermark, zu bedenken: „Das Revisionswesen funktioniert gut. Meistens werden Betriebe anlassbezogen kontrolliert. Da die Pickerl-Überprüfung für viele Betriebe überlebenswichtig ist, ist es für die gesamte Branche von höchster Bedeutung, dass hier kein Schindluder getrieben wird“, sagt Harb. Außerdem betont er abermals, dass §57a-Überprüfungen kostenorientiert kalkuliert werden sollen und Dumpingpreise weder nötig noch sinnvoll sind.

„Die Pickerl-Überprüfung ist für viele Betriebe überlebenswichtig.“  JOSEF HARB, LIM KFZTECHNIKER STEIERMARK

VORSICHT STATT NACHSICHT

Rupert Skotschnigg von der steirischen Landesinnung schult Unternehmer und Geschäftsführer gezielt zum Thema §57a und verrät: „In jedem mir bekannten Händlervertrag gibt der Importeur vor, dass die Betriebe eine §57a-Ermächtigung benötigen. Man muss die Begutachtung so vernünftig wie möglich machen und auch regelmäßig kontrollieren.“ Skotschnigg glaubt, dass es in Zukunft mehr Betriebe als bisher erwischen wird, wenn Gefälligkeitsgutachten ausgestellt werden. „Die Betriebe unterschätzen die Möglichkeit der Behörden, direkt in die Gutachten Einsicht nehmen zu können. Wer sich hier Ausrutscher leistet, wird ertappt.“ Harald Habacher, Leiter automotive Projekte im Österreichischen Wirtschaftsverlag, weiß um die diffizile Situation und rät Unternehmern zur EBV 2017 Premium-Version: „Die EBV 2017 ist die modernste Begutachtungssoftware. Mit der ab der Premium-Version inkludierten Qualitätssicherung und dem umfangreichen Reportwesen können Betriebsinhaber und Geschäftsführer jedes Gutachten genau unter die Lupe nehmen und eventuelle Auffälligkeiten zeitnah und intern klären.“ So können durch eine interne Qualitätssicherung Fehler verhindert und der Revision der Behörden auf Augenhöhe begegnet werden.

Autor/in:
Philipp Bednar
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