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Ein Drittel der tödlich verunglückten Pkw-Insassen nicht angeschnallt

29.08.2019

Von 2012 bis 2018 sind in Österreich 447 Personen ums Leben gekommen, die keinen Gurt trugen – das entspricht rund einem Drittel der in diesem Zeitraum insgesamt tödlich verunglückten Pkw-Insassen. 

„Die Gurtmoral lässt also trotz der seit 1976 geltenden Gurtpflicht nach wie vor zu wünschen übrig“, so ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Dass Gurte Leben retten können, belegen weitere Zahlen der Statistik Austria, die die ÖAMTC-Unfallforschung analysiert hat: Neun Prozent aller im Auto gesicherten Personen tragen bei einem Crash schwere bis tödliche Verletzungen davon. Bei den ungesicherten Pkw-Insassen ist diese Quote mit 30 Prozent dreimal so hoch. "Gurtverweigerer sind übrigens mehrheitlich jung und männlich. Auffällig ist außerdem die zeitliche Komponente: Zwischen 20 und 5 Uhr waren in den vergangenen sieben Jahren fast 50 Prozent der tödlich verunglückten Pkw-Insassen nicht angeschnallt, zwischen 9 und 17 Uhr waren es 22 Prozent", hält der Experte des Mobilitätsclubs fest.

Fehlendes Gefahrenbewusstsein auf den Rücksitzen

Ein großes Problem zeigt sich bei Mitfahrenden auf der Rückbank. Im Zuge von ÖAMTC-Erhebungen aus den vergangenen Jahren zeigte sich, dass rund 35 Prozent der beobachteten Personen im Fahrzeugfond auf den Gurt verzichtet haben. "Dabei besteht gerade auf der Rückbank die Gefahr, nicht nur sich selbst, sondern auch den davor Sitzenden schwer bis tödlich zu verletzen", warnt Nosé. Ein nicht angeschnallter Fondinsasse würde z.B. bei 30 km/h mit dem Zehnfachen und bei 50 km/h mit dem 20-Fachen seines Körpergewichts gegen den Vordersitz prallen.

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