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Erneuter Anstieg bei Reparaturkosten

02.05.2019

Die Tendenz zu höheren Reparaturkosten setzt sich fort: Nach einer Phase der relativen Stabilität verzeichnen die durchschnittlichen Reparaturkosten bei Neu- und Gebrauchtwagen 2018 wieder einen deutlichen Anstieg. Das zeigt die Auswertung der Versicherungsbestände des Garantie- und Kundenbindungs-Spezialisten CarGarantie.

Marcus Söldner, CarGarantie

Für die Untersuchung wurden 767.262 ausgelaufene Gebrauchtwagen-Garantien und 240.956 ausgelaufene Neuwagen-Garantien sämtlicher Marken und Modelle mit einer Laufzeit von 12, 24 und 36 Monaten ausgewertet. Insgesamt verwaltet CarGarantie in seinem Portfolio über 2 Millionen Garantieverträge und arbeitet mit mehr als 23.000 spezialisierten Fachhändlern in 22 Ländern zusammen. Die Ansprüche von Fahrzeugkäufern steigen seit Jahren kontinuierlich an. Gleichzeitig sind sie sich ihrer Rechte bezüglich Gewährleistung bewusst, haben entsprechend hohe Erwartungen. Hersteller beantworten diese Ansprüche mit höherer Qualität und immer neuen Funktionen: Moderne Autos werden immer besser und immer vielfältiger.

Die Kehrseite der Medaille zeigt sich bei den Reparaturkosten. Nachdem der durchschnittliche Schadenbedarf jahrelang zwar kontinuierlich, aber moderat anstieg, sind seit zwei Jahren deutliche Sprünge zu beobachten. Bereits 2017 war mit einem Anstieg von 502 auf 514 Euro ein besonders hoher Zuwachs zu verzeichnen. 2018 zeigt sich, dass dies keine Ausnahme war: In diesem Jahr stiegen die durchschnittlichen Reparaturkosten auf 527 Euro.

Motor verantwortlich für die teuersten Schäden

Im Gebrauchtwagen-Bereich zeigt sich der Kostenanteil der einzelnen Bauteile nahezu unverändert: Wie schon im Vorjahr ist auch diesmal der Motor für die meisten Kosten verantwortlich (2017: 24,2 %, 2018: 23,6 %; Abbildung 1), gefolgt von der Kraftstoffanlage inklusive Turbolader und dem Getriebe. Die Kraftstoffanlage verzeichnet dabei einen geringen Anstieg von 0,5 % auf 18,2 %, das Getriebe einen sehr geringen Rückgang auf 11,6 % (2017: 11,7 %).

Bei den Neuwagen zeigt sich eine andere Reihenfolge: War im letzten Jahr noch die Kraftstoffanlage für die meisten Kosten verantwortlich, liegt in diesem Jahr auch hier der Motor auf Platz 1, mit einem Zuwachs von 1 % auf 21,3 % (Abbildung 2). Die Kraftstoffanlage folgt mit 21 % auf Platz 2 (2017: 20,3 %), die elektrische Anlage, die 2017 noch auf Platz 4 lag, folgt 2018 auf Platz 3 (-0,6 % auf 10,7 %).

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