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Ferrari stark, deutsche Autobauer mit hohen Einbußen an der Börse

02.07.2020

Die deutschen Autobauer kämpfen mit herben Kursverlusten an der Börse, Ferrari mit den deutlich geringeren Einbußen am Börseparkett.

Seit dem Börsencrash am 19. Februar verringerte sich der Ferrari-Börsenwert um 10,2 Prozent. Im selben Zeitraum büßte die deutsche Konkurrenz hingegen deutlich mehr an Marktkapitalisierung ein, wie aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervorgeht. So schlägt das Minus bei Volkswagen und Porsche mit 21,8 bzw. 21,5 Prozent zu Buche.

Obgleich die Automobilindustrie besonders stark unter den Auswirkungen der Coronakrise leidet, büßte Ferrari sogar 1,6 Prozentpunkte weniger an Wert ein, als der DAX – jener Index, welcher auch Unternehmen aus Branchen umfasst, die weniger von der Pandemie betroffen sind.

Ungeachtet der überdurchschnittlichen Performance befindet sich die Google-Nachfrage für „Ferrari Aktien“ nicht auf einem Hoch. Der Google-Trend-Score, welcher das relative Suchvolumen angibt, notiert bei 49, wobei 100 für das größtmögliche Interesse steht.

Im vergangenen Jahr verkaufte der italienische Premium-Hersteller 10.131 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Jahr 2018 brachte Ferrari 880 Autos mehr auf die Straßen – der höchste Anstieg seit zehn Jahren.

„Obgleich Italien mitnichten von der Coronakrise verschont wurde, und auch Ferrari zahlreiche Werke temporär schließen musste, scheint das Unternehmen vergleichsweise glimpflich davonzukommen“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay. „Zwar senkte auch Ferrari die Prognose für das laufende Geschäftsjahr – dennoch scheint das margenreiche Konzept mit niedrigen Stückzahlen aufzugehen, wie die Daten aufzeigen“.

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