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Figl schwört auf Total

11.09.2018

Das Geschäft für Autohändler ist geprägt von tonnenweise VERTRAGSPAPIER. Markus Figl, GF des gleichnamigen Autohauses, schließt Verträge noch anders ab.

Markus Figl junior mit Vater am neuen Standort in Langenrohr-Asparn. (v.l.)
Markus Figl senior und Günther Katzengruber haben ihre Schmierstoffpartnerschaft per Handschlag besiegelt. (v.l.)

Das Autohaus Figl expandiert. Seit 1999 ist man bis dato auf drei Standorte gewachsen. Der Standort Neulengbach beheimatet die Marken Peugeot und Hyundai. In Purkersdorf sind es Peugeot und Nissan. Der neuste Betrieb in Langenrohr-Asparn - der im September fertig gestellt wurde - teilt sich auf Citroen, Nissan und Hyundai auf. Zusätzlich wird die Zweiradsparte im Rollersegment aufgenommen. Neuland für Markus Figl, Geschäftsführer und Inhaber. Doch es passt zur Strategie des Unternehmers, wie er im Gespräch ausführt: „Der Autohandel funktioniert nur mehr ab einer gewissen Größe. Daher haben wir uns bewusst aber nachhaltig breit aufgestellt. Die mittelgroßen Betriebe, mit zwischen 5 und 20 Mitarbeiter, werden es in den kommenden drei bis acht Jahren schwer haben.“ Den Betrieb in Langenrohr-Asparn führt Markus Figl junior als Standortleiter. Vater und Sohn geben ein stimmiges Duo ab. „Das Geschäft des Autohändlers ist stark in Bewegung. Wer sich heute an nur eine Marke bindet, läuft Gefahr zu abhängig zu werden“, sagt Figl senior. Dahinter steckt eine nachvollziehbare Überlegung: „Die Entwicklung einer Marke ist eine Welle. Mal läuft es besser, mal schlechter. Vertritt man verschiedene Marken, kann man die Tiefen durch Modelle anderer Marken kompensieren.“

ÖLWECHSEL PER HANDSCHLAG

„Für mich bedeutet Partnerschaft Nehmen und Geben. Jeder hat seine Pflichten, jeder hat seine Rechte“, betont Markus Figl senior. Langfristige Verträge meiden die beiden Unternehmer, da sie die Flexibilität des Unternehmens nicht gefährden wollen. Interessant ist das Zustandekommen des Schmierstoffvertrags zwischen den Autohäusern Figl und Total Austria. Denn es gibt keinen Vertrag – zu mindestens nicht im klassischen Sinn. Zwischen Markus Figl senior und Günther Katzengruber, Vertriebsleiter Total Austria, gibt es ein Gentleman-Agreement, eine mündliche Vereinbarung, die per Handschlag vor über zehn Jahren getroffen wurde. Und bis heute im besten Einvernehmen aufrecht ist. „Bei unserem ehemaligen Öllieferanten gab es strukturelle Umstellungen. Plötzlich funktionierte die Betreuung nicht mehr so reibungslos. Wir haben uns nach Alternativen umgesehen“, sagt Figl senior. Günther Katzengruber von Total hat gespürt, dass dem Autohaus ein verlässlicher Partner fehlt und sah die Chance auf einen Neukunden. Nach mehrmaligen Versuchen wurde die Zusammenarbeit per Handschlag besiegelt. Für Total und das Autohaus Figl ein Glücksfall, denn alle drei Standorte vertrauen auf die französischen Schmierstoffe. „Aufgrund unserer Markenvertretungen hat Total auch gut ins Gesamtkonzept gepasst. Und über die Qualität brauchen wir uns keine Sorgen machen“, lächelt der Unternehmer.

MITARBEITER ALS SCHLÜSSEL

Das Autohaus Figl verkauft an allen drei Standorten pro Jahr rund 1000 Neu- und Gebrauchtwagen. Das Geschäft läuft gut, auch weil man die 84 Mitarbeiter zu schätzen weiß. „Die Mitarbeiter sind das Gold des Unternehmens“, sagt der Seniorchef. Darum bilde man auch in allen Standorten aus. Um zukunftsfit zu sein, brauche man gute Leute, und die müsse man sich am besten selbst aufbauen. Das Autohaus in Langenrohr-Asparn wurde vom Betrieb Breitner übernommen. In etwas weniger als einem Jahr wurde der gesamte Betrieb umgebaut und modernisiert.

„Die Mitarbeiter sind das Gold des Unternehmnes.“ MARKUS FIGL SENIOR, GF AUTOHAUS FIGL

12 Mitarbeiter hat man mitübernommen, mittlerweile auf 24 aufgestockt. Worin liegt das Erfolgsrezept? „Formal sind wir eine Unternehmensgruppe. Aber mir ist wichtig, dass es in allen drei Standorten familiär zugeht. Jeder Kunde soll sich persönlich angesprochen fühlen, jeder Mitarbeiter wissen, wofür er arbeitet“, sagt Markus Figl abschließend. Auf der Website des Autohauses steht der Satz: „Was du tust, das tue ganz.“ Im Falle von Vater und Sohn Figl dürfte das voll zutreffen.

Autor/in:
Philipp Bednar
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