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Förderung für E-Autos auf 5000 Euro erhöht

30.06.2020

Neben Pkw werden auch Zweiräder und der Ausbau von privaten Ladestationen ab 1. Juli 2020 deutlich stärker gefördert.

Günther Kerle (Sprecher der Automobilimporteure) und Umweltministerin Leonore Gewessler.

Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Günther Kerle (Sprecher der Automobilimporteure) präsentierten die neuen Förderungen in einer gemeinsamen Pressekonferenz. "Wir wollen am Weg aus der Coronakrise in die Zukunft investieren. Genau das schaffen wir mit der Offensive für E-Mobilität", erklärte Gewessler. Sowohl Private als auch Gewerbetreibende können beim Kauf eines Elektro-Pkw ab sofort mit einer Fördersumme von 5000 Euro (statt bisher 3000) rechnen. Auch die Fördersumme für Plug-In-Hybrid-Pkw mit Range Extender wird auf 2500 Euro (statt 1500 ) angehoben. Abgesehen von Pkw werden Zweiräder und der Ausbau privater Ladestationen stärker gefördert. Für E-Motorräder gibt's fortan 1200 statt 1000 Euro, für Elektromopeds 800 statt 700 Euro. Für Heimladestationen zahlt der Staat 600 statt bisher 200 Euro. Der Umfang der gesamten E-Mobilitätsförderung betrage laut Gewessler für die Jahre 2019 und 2020 93 Millionen Euro.

Kerle: "Grenzt an Diskriminierung"

„Wir möchten aber klar festhalten, dass die Erhöhung des E-Mobilitätsbonus ein klares Signal für die Zukunft ist, für uns aber keine Unterstützung und Konjunkturmaßnahme darstellt, wie wir sie uns in Zeiten der Covid-19-Krise wünschen und auch dringend benötigen würden“, betonte Kerle. Die Automobilindustrie sei am schwersten von der Krise betroffen und wünsche sich spezielle Konjunkturmaßnahmen. Aber auch im aktuellen Entwurf seien bei Maßnahmen wie der degressiven Abschreibung Pkw ausgenommen. Nicht einmal E-Fahrzeuge seien inkludiert. Das grenze an "Diskriminierung", so Kerle. Die österreichische Automobilwirtschaft stehe für 315.000 Arbeitsplätze und eine Bruttowertschöpfung von 26 Milliarden Euro. 

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