Direkt zum Inhalt

Ford Ka+: klein, gelb und ein bissi frech

06.04.2018

Der Ford Ka+ ist ein preisgünstiges Stadtauto für all jene, die weder viel Platz brauchen noch besonders rasant vorwärts kommen wollen. Ein bisschen frech ist er trotzdem, aber anders.

Fühlen

Sein Sahara-Gelb sticht ins Auge, seine Form ist brav, etwas modern, der Kühlergrill deutet ein kleines Haifischmaul an. Es gibt Kleinwagen die weniger sexy sind. Aber über die Farbe lässt sich trotzdem streiten. Innen dominiert Einfachheit. Viel Kunststoff, Kunstleder, Stoffsitze. Der günstige Einstiegspreis kommt nicht von ungefähr. Dafür stimmen das Raumgefühl und die Ergonomie. Alle wichtigen Bedienelemente sind aufgeräumt und selbsterklärend. Das kleine, zentrale Bildschirmchen in der Mittelkonsole bildet die Kommandozentrale. Elemente in schwarzem Klavierlack versprühen einen ganz dezenten Hauch von etwas mehr Luxus.

Fahren

Der 1,2-Liter-Benziner leistet wahlweise 70 oder 85 PS und maximal 112 Newtonmeter-Drehmoment und leitet diese direkt an die Vorderräder weiter. Geschaltet wird über eine manuelle 5-Gang-Box. Spannend: Trotz dem kleinen Hubraum ist der Antritt gar nicht so schlecht. Erst oben raus wird der Ka+ nicht mehr rasanter sondern eher zurückhaltend. Fährt man deutlich zügiger, rinnt doch viel Kraftstoff durch: rund 7 Liter können es schon werden. Unter 6 Liter wird es innerstädtisch kaum machbar sein. Sonst gibt sich der Ka+ als kleiner, wendiger Stadtflitzer mit einer dezent sportlich, direkten Lenkung und einem weniger kernigen Fahrwerk. Der Sitzkomfort geht in Ordnung, die Armlehne ist praktisch.

Laden

Im 5-Sitzer-Betrieb schluckt der Kofferraum 270 Liter. Legt man die zweite Sitzbank komplett um, sind es rund 850 Liter. Das reicht für ein junges Pärchen allemal, für eine kleine Familie ist es grenzwertig knapp. Außerdem spürt man dem Motor an, dass er bei Vollbesetzung seine liebe Not hat. 

Fazit

Beim Ford Ka+ bekommt man viel Auto für sein Geld. Zwar kein schnelles aber ein praktisches Auto. Der Verbrauch war für meinen Geschmack zu hoch, das geht besser. Die Materialanmutung geht für die Preiskategorie in Ordnung, das Fahrgefühl ist ansprechend und sogar einen Hauch sportlich. Ein solider, moderner Kleinwagen mit einer mutigen Farbe und Potenzial für langjährige Fahrfreude, sofern man nicht all zu oft Autobahnkilometer abspult.

Motor: 
1,2 Liter-Benzinmotor, 5-Gang-Handschaltung, Vorderradantrieb
Leistung: 
63 kW / 85 PS, Drehmoment: 112 Nm
Testverbrauch: 
6,8 l / 100 km
Preis: 
Ford Ka+ Trend: ab 11.650 Euro
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
18.05.2018

Der Volvo XC90 ist ein nordisches Schlachtschiff, ausgestattet mit puren Luxus, bestens verarbeitet, in allen Belangen die pure Dekadenz auf vier Rädern. Nur kommt man damit nicht weit.

Tests
12.04.2018

Mit dem Kona 4WD stellt Hyundai den einzigen Allradler im boomenden Segment der superkompakten SUVs vor. Außerdem punktet der Kona mit originellem Design, bester Nutzbarkeit und praktischen ...

Tests
06.04.2018

Positioniert ist der Seat Arona unterhalb des 4,36 m langen Ateca. Mit dem Evergreen Ibiza teilt er sich die Plattform. Der Arona – ein sportiver Crossover, den es ausschließlich mit Frontantrieb ...

Tests
22.03.2018

Renault baut auf dem Fahrwerk des japanischen Nissan X-Trail eine Kutsche mit französischem Flair, die mit Bequemlichkeit, Zuverlässigkeit und der Abwesenheit unnötiger technischer Spielereien ...

Tests
22.03.2018

Er ist ein veritabler Eyecatcher, der Arteon. Ist man damit unterwegs, wird man oftmals angesprochen, was denn das für ein lässiges Auto sei. „Was, ein VW?“, heißt’s dann schon mal ungläubig.

Werbung