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Frischer Wind für Stromer

12.12.2016

Bundesregierung und Automobilimporteure machen mit dem Förderungspaket für Elektrofahrzeuge endlich ernst. 16.000 Stromer sollen damit zusätzlich auf Österreichs Straßen gebracht werden.

Das Förderpaket ist 72 Millionen Euro schwer. 16.000 zusätzliche Elektrofahrzeuge sollen damit auf Österreichs Straßen gebracht werden. Die Politik hat sich endlich einen Ruck gegeben und macht Nägel mit Köpfen. Verkehrsminister Jörg Leichtfried, Umweltminister Andrä Rupprechter und Importeurssprecher Günther Kerle präsentierten das Förderungspaket, das zu je einem Drittel von den beiden Ministerien und von den Automobilimporteuren finanziert wird. Ab März 2017 – Stichtag der Gültigkeit ist bereits der 1. Jänner 2017 – stehen die Ankaufsprämien für E-Fahrzeuge ­österreichweit zur Verfügung. 

Gefördert wird der Kauf von Privatfahrzeugen mit Elektro- oder Brennstoffzellenantrieb mit 4.000 Euro, der von Plug-in-Hybriden mit 1.500 Euro. „Das Zeitalter der Elektroautos ist angebrochen.“ Davon ist Verkehrsminister Jörg Leichtfried 
überzeugt. „Mit unserem Paket in Höhe von 72 Millionen Euro machen wir Österreich elektrofit“, so Leichtfried. Zurzeit befinden sich zirka 8.600 Stromer im Bestand. Heuer sollen 4.600 zugelassen werden. In Deutschland war die Elektroautoprämie bisher ein kräftiger Flop. Die Prämie für Endverbraucher beträgt auch dort 4000 Euro. Bis dato haben allerdings lediglich 2000 Personen davon Gebrauch gemacht. Umweltminister Andrä Rupprechter will von Vergleichen mit Deutschland nichts wissen. Zum einen betreffe das österreichische Paket auch die Ladeinfrastruktur, darüber hinaus sei die E-Mobilität in Österreich generell wesentlich populärer als in Deutschland. Zurzeit liege der Elektro-Pkw-Bestand hierzulande bei 94 Pkw pro 100.000 Fahrzeugen, bei unseren Nachbarn nur bei 47.

Neuer Bundesgremial-Chef

Das Bundesgremium des Fahrzeughandels bekommt mit 1. Jänner 2017 einen neuen Obmann. Professor Burkhard Ernst wird das Zepter an Klaus Edelsbrunner übergeben. Edelsbrunner ist zurzeit Landesgremialobmann der Steiermark (das bleibt er auch fortan) und Leiter des Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit des Bundesgremiums (diese Funktion übernimmt Ernst). Ernst bleibt weiterhin Wiener Landesgremialobmann. Mit Klaus Edelsbrunner wird künftig ein Mann oberster Vertreter des Automobilhandels, der als veritabler Branchenprofi zu bezeichnen ist, renommiert, erfahren und praxisnah. Während Burkhard Ernst vor allem über beste Kontakte in die Politik und eloquentes Auftreten verfügt, gilt Edelsbrunner als hemdsärmlig, pragmatisch und besonnen. 

Bundesinnung erhebt Einspruch

Der Gesetzesentwurf zur Änderung der Gewerbeordnung wurde am 4. November  zur Begutachtung versandt. Die Begutachtungsfrist endet am 
6. Dezember 2016. Die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik hat gegen die vorgeschlagene Überführung vom Teilgewerbe Autoverglasung in den Bereich der freien Gewerbe Einspruch erhoben. Das Teilgewerbe Autoverglasung wurde 1998 eingeführt. Damals seien Windschutzscheiben weder Teil der Karosseriefestigkeit gewesen, noch seien Sensoren hinter der Windschutzscheibe verbaut worden. Heute hätten sich die Anforderungen beim Tausch von Windschutzscheiben massiv verändert.  „Wir empfehlen eindringlich, die Überführung des Gewerbes Autoverglasung in das verbundene Gewerbe Kraftfahrzeugtechnik, bzw. Karosseriebauer einschließlich Karosseriespengler und Karosserielackierer festzuschreiben“, erklärt BIM Friedrich Nagl zu Recht.
 

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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