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Frischfarbenkur für Oldtimer

16.12.2020

Die Kubicek Autolackier GmbH in Pfaffstätten genießt in ­Oldtimerkreisen einen ausgezeichneten Ruf. Eines ihrer Erfolgsgeheimnisse ist die ­Anwendung der „Classic Car Color“-Palette von Glasurit.

Ein Porsche-911er-Chassis in frischem Grasgrün, der Rumpf eines Jaguar E-Type in dezentem Dottergelb und ein Fiat 1100, der gerade für die Lackierung vorbereitet wird – in den Werkshallen der Kubicek Autolackier GmbH herrscht Hochbetrieb. Der 1962 von Josef und Rudolf Kubicek am Ortsrand von Pfaffstätten in Niederösterreich gegründete Lackierbetrieb wird heute von Johannes Spenger als Betriebsleiter geführt. Rudolf Kubicek bringt als Senior-Berater sein über Jahrzehnte erworbenes Know-how inklusive seines legendären Gespürs für den zum jeweiligen Fahrzeug perfekt passenden Farbton ein. „Wir verwenden zur Farbtonfindung natürlich auch die modernsten Hilfsmittel, aber manchmal braucht es zusätzlich noch ein geschultes Auge“, schmunzelt Kubicek. Johannes Spenger führt stolz die computergesteuerte Farbmischanlage „Daisy Wheel“ von Fillon vor, die mit Glasurit-Farben bestückt ist und sich auf ein hundertstel Gramm genau programmieren lässt. An der Wand daneben hängt eine bunte Palette aus unzähligen Farbpaspeln, die ebenso wie das tragbare digitale Farbtonmessgerät „Glasurit Ratio Scan II“ bei der Farbtonfindung eingesetzt werden. „Jede Methode hat ihre Vorzüge, und am besten funktioniert die Kombination aus beiden“, sagt Johannes Spenger.

Reparatur und Restauration

„Den Hauptanteil unseres Umsatzes machen wir mit Havarien“, erklärt Spenger. Autohäuser bringen ihre Blechschäden zuerst zum benachbarten Karosseriebetrieb Robert Hauke GmbH. Nachdem sie dort geschweißt und hergerichtet wurden, werden sie über den Hof in die Lackiererei Kubicek gerollt. „Als reiner Lackierbetrieb sind wir in Österreich ein echtes Unikum“, sagt Rudolf Kubicek. Insgesamt zehn Mitarbeiter führen die laufenden Reparatur- und Teillackierungen durch sowie pro Jahr rund vier bis fünf Speziallackierungen von Oldtimern aus allen Epochen. „Einmal hatten wir sogar einen wunderschönen Lagonda aus den 1930er-Jahren zum ­Lackieren da“, erzählt der Senior. BASF-Verkaufs­berater Thomas Dani zählt die Pfaffstättner Lackiererei zu seinen Lieblingskunden: „Man merkt einfach, dass hier mit Leidenschaft lackiert wird.“ (sei)

Autor/in:
Peter Seipel
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