Direkt zum Inhalt
ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner, Aviloo CTO Nikolaus Mayerhofer, Aviloo CEO Wolfgang Berger (v.l.)

Gelbe Engel als Batterieprüfer

01.06.2021

Der ÖAMTC kooperiert mit dem österreichischen Startup Aviloo und bietet seinen Mitgliedern die Diagnose des Gesundheitszustandes von Antriebsbatterien in Elektro- und PlugIn-Hybrid-Fahrzeugen an.

Am wachsenden Gebrauchtwagenmarkt ist der Restwert eines Elektroautos nicht so simpel wie bei Benzin- oder Dieselfahrzeugen zu bestimmen, denn die Traktionsbatterie kann bis zu 50 Prozent des Fahrzeugwerts ausmachen. Ihr Zustand ist daher für die Ermittlung eines marktgerechten Restwerts entscheidend. Das österreichische Startup Aviloo (siehe auch www.automotive.at/kfz-wirtschaft/das-fieberthermometer-fuer-e-autos-204751) entwickelte in intensiver Forschungsarbeit ein unabhängiges Diagnoseverfahren für Antriebsbatterien in Elektro- und PlugIn-Hybrid-Fahrzeugen. „Auf der Suche nach einer geeigneten Diagnosemöglichkeit haben wir uns an bereits etablierte Unternehmen gewandt, jedoch war das Thema für diese zu komplex", sagt ÖAMTC e-Mobility Experte Christian Klejna. „Mit Aviloo haben wir einen Partner gefunden, den wir von Beginn an begleiten und nun gemeinsam das innovative Diagnosesystem am Markt einführen.“

Alterung in Prozent

An ausgewählten ÖAMTC Stützpunkten wird der Test im System angelegt und die Aviloo Box von einem ÖAMTC Techniker fachgerecht im Auto angebracht. „Das Mitglied erhält einen Link auf sein Handy und wird dadurch Punkt für Punkt durch den Test geleitet“, erklärt Aviloo-CEO Wolfgang Berger. Die Überprüfung erfolgt datenbasiert, die Batterie muss für den Test nicht ausgebaut werden, die Aviloo Box wird einfach an der OBD Schnittstelle im Auto angesteckt. Nach Abschluss des Tests wird ein Prüfzertifikat erstellt. Das Prüfergebnis wird in einer Prozentangabe angegeben und zeigt, wie weit die Antriebsbatterie gealtert ist. „Im Zuge der Übergabe des Prüfzertifikats wird den Mitgliedern am ÖAMTC-Stützpunkt das Ergebnis ausführlich erklärt“, beschreibt ÖAMTC-Cheftechniker Thomas Hametner den Überprüfungs-Vorgang. „Der Preis für Test und Zertifikat beträgt 180 € inkl. MwSt. – eine gute Investition, wenn man bedenkt, wie wichtig die Information zum Zustand der Batterie für den Fahrzeugwert ist.“

Werbung

Weiterführende Themen

Tim-Patrick Fellinger forscht am BAM nach einer nachhaltigen Batterietechnologie.
Aktuelles
18.08.2021

Die Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) forscht nach Alternativen zu Lithium-Ionen-Akkus. Als vielversprechend gelten Natrium-Ionen-Batterien.

Die natürliche Kunststoff-Alternative auf Rattanbasis wurde von der karuun GmbH im deutschen Allgäu entwickelt.
Aktuelles
11.08.2021

Mit dem serienmäßigen Einsatz von „karuun“, einem Nature Tech Material aus Rattan, setzt der chinesische Autohersteller Nio erstmals einen neuen, nachhaltigen Werkstoff ein.

Aktuelles
29.07.2021

Die CO2-Emissionen bei Neuwagen gehen in Summe leicht zurück. Spannend: Es liegt nicht nur an neuen Modellen mit alternativen Antrieben. Auch die klassischen Verbrenner leisten ihren Anteil, wie ...

Aktuelles
27.07.2021

Der Mobilitätsclub bietet einen frei zugänglichen Rechner an, um die prognostizierten Kosten eines Autos genauer analysieren zu können. Damit lassen sich die ins Auge gefassten Wunschmodelle gut ...

Die Polestar Space-Schauräume - einen davon gibt es auch in Wien.
Aktuelles
26.07.2021

Die schwedische E-Automarke Polestar setzt ihre Expansion fort: Mehr neue Märkte, Verdoppelung der Retail-Fläche. 

Werbung