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Mittels eines 150-Punkte-Verfahrens wird der GW-Fahrzeugzustand genau dokumentiert und kann über mehr als 60.000 Händler online angeboten werden.

GW-Verkauf leicht gemacht

23.09.2019

Der Online-Marktplatz von AUTO1.COM ist eine breite digitale Plattform, um seine Gebrauchtwagen im B2B-Segment mit kurzen Standzeiten zu handeln. Österreich-GF Nikolaus Menches erklärt im Interview die Chancen.

Online-Marktplätze für Autohändler gibt es mitt lerweile sehr viele. Auto1.com hat sich seit 2013 – nach eigenen Angaben – zum europaweit führenden Online-B2B-Marktplatz entwickelt. Hinter Auto1.com steht auch „wirkaufendeinauto. at“. Auf der Plattform können Privatpersonen ihren Gebrauchtwagen grob schätzen und anschließend an verschiedenen Standorten begutachten lassen. Die Preisfindung stützt sich dabei auf eine Bewertung, die 150 Punkte umfasst. Am Ende kommt ein fünf Tage gültiger Preis heraus, um den der Private an das Unternehmen verkaufen kann. Diese Autos kommen dann auf den digitalen Marktplatz von Auto1.com und stehen einem europaweiten Händlernetz zur Verfügung. Umgekehrt können auch Händler ihre Fahrzeuge via App auf die Plattform hochladen. Dann startet das Remarketing von Auto1.com – andere Händler können binnen 24–48 Stunden Preisvorschläge abgeben. Anschließend bietet Auto1.com dem anbietenden Händler für seinen Gebrauchtwagen einen Kaufpreis an und vermittelt das Auto im Händlernetz weiter. Auch um die Zustellund Verteillogistik kümmert sich Auto1.com. Im KFZ Wirtschaft -Interview gibt Nikolaus Menches, Geschäftsführer von Auto1.com Österreich, Auskunft über Abwicklung und Chancen.

Herr Menches, wie viele Händler in Österreich sind Partner von Auto1. com?
Derzeit arbeiten wir mit über 700 Partnerhändlern österreichweit zusammen. Weiters haben wir noch 15 „wirkaufendeinauto.at“-Filialen. Unsere Österreichzentrale ist in Wien und beschäft igt derzeit über 100 Mitarbeiter.

Agiert Auto1.com als Vermittler zwischen Privat und Händler bzw. zwischen Händler und Händler?
Nein, nicht ganz. Denn Vertragspartner beim Anund Verkauf ist immer Auto1.com. Wir kaufen ein Auto von einer Privatperson an und verkaufen es an über unsere 60.000 Partnerhändler in Europa weiter. Umgekehrt kaufen wir auch die Autos der Händler an und vertreiben sie dann weiter an die kaufwilligen Händler.

„Mit unserem Modell erhält der Händler binnen 24 Stunden einen realistischen Verkaufspreis.“ NIKOLAUS MENCHES, GF AUTO1.COM ÖSTERREICH

Sie sprechen immer von geprüft en Gebrauchtwagen in Ihrer Werbung. Wird wirklich jedes Auto einzeln geprüft?
Ja, ganz genau. Unsere Bewertung umfasst 150 Punkte, die den Zustand des Fahrzeugs exakt dokumentiert. Sollten wir ein Auto von einer Privatperson ankaufen, wird dieses 150-Punkte-Verfahren in einer unserer Filialen durchgeführt. Sollte ein Händler sein Fahrzeug auf unsere Onlineplatt - form selbst einstellen wollen, muss er die dementsprechenden Angaben via App ausfüllen. Damit stellen wir sicher, dass die Qualität der Fahrzeuge zur Beschreibung passt.

Wer kümmert sich dabei um die Logistik bzw. Abholung und Zustellung der Fahrzeuge?
Wir, bei Bedarf. Wir arbeiten europaweit mit über 150 Logistikunternehmen zusammen und kümmern uns um die gesamte Abwicklung.

Wenn ein Händler ein Fahrzeug inseriert, bekommt er binnen 24 Stunden ein Kaufangebot von Auto1.com, das sich an den Geboten der anderen Händler orientiert, richtig?
Grundsätzlich kann der Händler einerseits zu einem von uns vorgeschlagenen Fixpreis an Auto1 verkaufen oder zu seinem Wunschpreis auf Auto1. com in der 24-Stunden-Auktion. Wir empfehlen aber die Auktionsvariante, da sich dadurch ein aktueller, realistischer Marktpreis ergibt. Manche Autos können im Ausland höhere Preise erzielen als am heimischen Markt, weil die Nachfrage größer ist. Deswegen kann die Auktionsvariante durchaus gewinnbringend sein.

Verrechnet Auto1.com dafür eine Vermittlungsprovision oder wovon lebt das Unternehmen?
Nein. Unter Umständen gibt es eine Logistikpauschale, wenn wir das Fahrzeug gesondert abholen müssen. Ansonsten finanzieren wir uns aus einer branchentypischen Marge zwischen Ankauf und Verkauf der Fahrzeuge.

Kann man sagen, dass das Konzept von Auto1.com vor allem eine schnelle Fahrzeugdrehung der Händler im Fokus hat?
Ja, genau. Schnelle Drehungen liegen im Trend. Mit unserem Modell erhält der Händler binnen 24 Stunden einen realistischen, marktgerechten Verkaufspreis und kann seine Standzeiten dementsprechend kurz halten. Dadurch kann er in Summe mehr Fahrzeuge handeln und einen höheren Ertrag erwirtschaften.

Mit der NoVA haben österreichische Gebrauchtwagen vermutlich einen Nachteil am europäischen Markt, oder?
Nein, das würde ich so nicht sagen. Am GW-Markt liegen die österreichischen und deutschen Angebote nicht so weit auseinander. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Modelle des österreichischen Markts sicher im obersten Preisdrittel liegen. Das liegt aber mehr an den geringeren Laufleistungen, den besseren Ausstattungen und dem guten Gesamtzustand. Im Europavergleich merkt man, dass der heimische GW-Markt anspruchsvoll ist.

Welches Potenzial sehen Sie für Auto1.com noch am heimischen Markt?
Definitiv noch ein großes. Wir sind auf einem guten Weg, aber haben noch deutlich Luft nach oben.

Autor/in:
Philipp Bednar
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