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Der Hyundai Tucson im KFZ Wirtschafts-Test

Hyundai Tucson: Eigentlich eh super...

13.02.2019

Der Hyundai Tucson bietet wirklich viel Auto fürs Geld, wären da nicht fahle Kleinigkeiten für bewusste Fahrer.

Fühlen: Klein ist anders, denkt man sich schon beim Einsteigen in den Hyundai Tucson. Ein stattliches Automobil: hoch, breit, sehr geräumig. Gedanken an den Ford Edge kommen auf. Der koreanische SUV macht klar: Willkommen in der oberen Mittelklasse. Der Innenraum spricht die aktuelle Hyundai-Designsprache: funktionelle Klarheit, dezente Feinheiten, eher schlicht als peppig, eher aufgeräumt als auffällig. Vorteil: Ein Blick reicht, um sich rasch zurecht zu finden. Nachteil: Der zweite Blick erkennt nix Neues mehr. Stimmig: Das dicke Lederlenkrad, der große Bildschirm, die leicht erreichbaren Bedienknöpfe. Hier wird noch gedrückt, getastet und nicht gewischt. Ich schätze das. Trotzdem: ein Hauch Farbe oder etwas mehr Detailverliebtheit würden dem Tucson gut stehen.
 

Fahren: Der Tucson fährt sich wie ein großes, gemütliches Auto. Die Lenkungen bietet viel Servounterstützung, dreht sich sehr leicht. Es leidet dabei etwas die Zielgenuigkeit. Schwammig ist die Lenkung nicht, aber in Verbindung mit den spürbaren Seitenneigungen der Karosse kommt nicht das Gefühl auf, man würde einen sehr direkten Kontakt zur Fahrbahn haben. Gleiches beim Fahrwerk: Jede Art von Unebenheit wird weggedämpft. Sehr komfortabel (=weich) bügelt man über die Straßen. Es fehlt jedoch die Direktheit. Das ist für den Großteil der Autofahrer ein Vorteil. Für aktive Autofahrer ist es zu viel Wattebausch. Dazu der Motor, der mit 185 PS grundsätzlich genug Leistung hat, sich aber - vermutlich aufgrund des hohen Gewichts - nicht gerade spritzig anfühlt. Man drückt aufs Gaspedal, der Motor wird laut, die Automatik schaltet sanft hoch, aber die erhöhte Geräuschkulisse passt nicht mit dem zahmen Vortrieb zusammen. Anders formuliert: Jegliche Art von Sportlichkeit liegt dem Tucson nicht wirklich. Er gleitet lieber von A nach B.  
 

Laden: Hier glänzt der Tucson: Zwischen 459 und bis zu 1503 Liter Ladevolumen bietet der SUV. Manch ein Kombi bietet zwar mehr, dort fehlt dann aber die erhöhte Sitzposition. Und die ist hauptverantwortlich für das luftige Raumgefühl im Koreaner. Die zweite Sitzreihe ist selbst für größere Menschen absolut reisetauglich.

Fazit: Mit der strengsten Dieselabgasnorm Euro 6d-Temp, der 48 Volt-Technologie und dem üppigen Raumgefühl bietet der Hyundai Tucson wirklich viel Auto fürs Geld. Abstriche gibt es im etwas sehr nüchternen Design (Ansichtssache) und dem unspektakulären, weil total emotionslosen Fahrverhalten (Tatsache). Wer es groß, preiswert und gemütlich mag, sollte den Tucson probieren. Wer es aktiver hinterm Steuer mag, wird im Tucson eher etwas enttäuscht werden. Dafür ist der Preis eine echte Kampfansage.

Motor: 
2,0-l-Dieselmotor mit Automatikgetriebe und Allradantrieb
Leistung: 
136 kW / 185 PS
Testverbrauch: 
9,8 l / 100 km
Preis: 
Testmodell: 49.140,00
Hyundai Tucson Level 6 2,0 CRDi 4WD AT
 © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer © KFZ Wirtschaft / Wolfgang Bauer
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