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KS Tools auf Erfolgskurs

19.04.2017

Der deutsche Werkzeuggroßhändler KS TOOLS startete vor 25 Jahren mit zwei Gründern und 30 Artikeln. Heute umfasst das Sortiment 36.000 Artikel, der Mitarbeiterstand liegt bei 350 – eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.

KS Tools-Geschäftsführer Orhan Altin ist mit Werkzeugen aus deutschen Manufakturen und Gebrauchsanleitungen in 25 Sprachen auf Erfolgskurs.

Orhan Altin, der Managing Director von KS Tools, ist ein Mann mit einer Mission. „Spätestens 2020 wollen wir mit unseren Kunden in allen Weltsprachen kommunizieren“, sagt er und präsentiert in der Firmenzentrale im hessischen Heusenstamm das Gruppenfoto einer bunten Mannschaft vorwiegend junger Leute. „Um dieses Ziel zu erreichen, nehmen wir Mitarbeiter aus den verschiedensten Ländern und Kulturkreisen auf“, so Altin. Die Idee dahinter ist so einfach wie genial: Entdeckt ein Handwerker irgendwo auf der Welt ein Werkzeug, dessen Produktbeschreibung und Gebrauchsanweisung sorgfältig in seiner Muttersprache verfasst sind, fühlt er sich persönlich ernst genommen und muss sich außerdem nicht über eine schlampige Übersetzung aus dem Computer ärgern. Fazit: Der globale und multikulturelle Ansatz zeigt Erfolg. KS Tools liefert heute bereits 36.000 Artikel an den Fachhandel aus. Für die rasche Abwicklung der Bestellungen sorgen derzeit 80 Mitarbeiter, die im 9.000 Quadratmeter großen Lager an fünf Tagen in zwei Schichten im Einsatz sind. Um die rasant steigende Nachfrage zu bewältigen, plant KS Tools die Erweiterung seines Logistikzentrums auf insgesamt 20.000 Quadratmeter. Ab 2020 werden in Heusenstamm bei Frankfurt 150 Mitarbeiter an sechs Tagen in drei Schichten im Einsatz sein und dabei von einer Armee von automatischen Regal-Robotern unterstützt werden. „Wer schneller wächst, als er liefern kann, bekommt Probleme – mit unserem Neubau wird uns das nicht passieren“, ist Geschäftsführer Altin zuversichtlich. Auch die Abwicklung der Bestellungen wird beschleunigt: Müssen Bestellungen heute bis 13 Uhr eingehen, damit sie am nächsten Tag ankommen, wird die Deadline in Zukunft bei 18 Uhr liegen.

QUALITÄT AUS DEUTSCHLAND

40 Prozent der von KS Tools gehandelten Werkzeuge werden in Deutschland hergestellt, die übrigen stammen aus der Türkei und Taiwan. Für Kfz-Werkstätten umfasst das Angebot neben Standard-Tools eine umfassende Palette an Spezialwerkzeugen. Darunter beispielsweise ein praktisches Werkzeug zum Bördeln von Bremsleitungen, mit dem sich auch dünnwandige Stahl-, Aluminium- und Kupferleitungen problemlos bearbeiten lassen. Der Werkzeugsatz mit dem Namen „Flarefix“ lässt sich direkt am Fahrzeug einsetzen, der Anwender benötigt keine zusätzlichen Werkzeuge. Starke Nachfrage verzeichnet KS Tools derzeit auch nach seinen Hochvoltwerkzeugen, die von einem traditionsreichen Hersteller im deutschen Wuppertal angefertigt werden. „Jeder Schraubenzieher, jede Stecknuss wird per Hand doppelt beschichtet, denn eine fehlerhafte Isolierung kann den Anwender in Lebensgefahr bringen“, erklärt Boris Peters, Gebietsverkaufsleiter der Division Pkw bei KS Tools. Jedes einzelne Hochvoltwerkzeug wird vor der Auslieferung zudem auf 10.000 Volt geprüft, nachdem es 24 Stunden im Wasserbad verbracht und außerdem noch eine Kälteschlagprüfung absolviert hat. Warum KS Tools seine Spezialwerkzeuge ausschließlich an den Fachhandel und nicht an Endkunden liefert, erklärt Orhan Altin mit einem schlüssigen logistischen Argument: „Dafür bräuchten wir mehrere hundert Außendienstmitarbeiter, das könnten wir nicht stemmen.“

Autor/in:
Peter Seipel
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