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Leserbriefe: "Die in Brüssel haben ein Brett vor dem Hirn"

03.04.2019

Der Leitartikel im vorwöchigen Newsletter zum Thema „EU schreibt eine CO2-Reduktion um 37,5% bis 2030 vor“ hat viel Staub aufgewirbelt. Von den zahlreichen Zuschriften, die uns erreichten, wollen wir drei hiermit veröffentlichen.

Da ist sie wieder – die Elektrolüge. Wie werden die Elektroautos bzw. die Speichermedien (Akkus) hergestellt? Und hoffentlich sind die Leute im Europaparlament zu Fuß hingegangen und nicht geflogen oder gar – pfui - mit dem Auto gefahren. Das nachhaltigste Fahrzeug ist halt doch ein Oldtimer, weil der fährt schon mindestens 30 Jahre.

Andreas Fojtik

Autowerft fojtik-motors

2102 Bisamberg

 

Man kann denken was man will: Die in Brüssel haben ein Brett vor dem Hirn. Jeder, der sich auch nur im entferntesten mit E- Mobilität beschäftigt hat, weiß, dass das unmöglich ist. Obendrein muss der Hebel auch bei den anderen Verkehrsteilnehmern wie Luft -u. Schifffahrt angesetzt werden. Es glaubt doch keiner wirklich daran, dass wir unsere Umwelt innerhalb von 10 Jahren reparieren können, wenn wir sie 120 Jahre lang ruiniert haben. Schade ist nur, dass alle Ressourcen an Geldern und Hirnschmalz in die falsche Technologie gesetzt werden, anstatt herkömmliche Motoren wie Verbrenner und Wasserstofftechnologie weiterzuentwickeln.

Walter Pichler
Walter Pichler GmbH & CoKG
4113 St.Martin

 

Normalerweise find ich es gut, wenn es, wie z.B. in Japan, seit vielen Jahren eine staatliche Organisation gibt, die Industriestandards für die eigene Industrie setzt, um damit gezielt und gemeinsam stark am Weltmarkt auftritt. Damit macht man seine eigene Industrie schlagkräftig am Weltmarkt. Dabei ist aber immer zu berücksichtigen, ob die Industrie dies auch in der vorgegebenen Zeit leisten kann. Überzogene Standards und Forderungen helfen niemandem, weder der Industrie noch der Politik und schon gar nicht dem Verbraucher. Es soll immer das wirtschaftlich und technisch Mögliche gemacht werden, eventuell mit leicht darüber liegenden Forderungen. Aber woher wissen diese entscheidenden EU-Behörden, was machbar ist? Die Experten dort halten sich nach meinen Erfahrungen (war selber einige Jahre in der EGEA = European Garage Equipment Association engagiert) ziemlich in Grenzen. Also kann es eigentlich nur die Industrie wissen. Klar, dass man diese auch „fordern“ muss, um nicht nur das rein Wirtschaftlich mögliche zu machen, aber überzogen dürfen diese Forderungen nicht sein. Das sieht aus, als wenn aber genau das hier passiert wäre. Man muss neuen Technologien auch die Zeit geben zu wachsen, um dann ausgereift in dem Verbrauchermarkt gebracht zu werden!
 

Paul Matt

Paul Matt Consulting

8141 Premstätten

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