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Mit seinem neuen Filterkonzept macht Mahle die Entwicklung von Brennstoffzellenanwendungen schneller und kostengünstiger.

Mahle bringt modulares Filterkonzept für die Brennstoffzelle

20.08.2020

Mahle hat zwei standardisierte Luftfilterlösungen für Brennstoffzellen entwickelt. Dank dieses modularen Ansatzes sollen die Entwicklungszeiten und -kosten deutlich gesenkt werden.

„Mahle verfügt in der Luftfiltration über eine breite Expertise, die uns heute bei der Entwicklung und Produktion von zuverlässigen Filterlösungen für Brennstoffzellenfahrzeuge zugutekommt“, erklärt Martin Berger, Leiter zentrale Forschung und Vorausentwicklung bei Mahle. „Indem wir die Auslegung des Luftstrangs mit unserem neuen standardisierten Ansatz einfacher, schneller und günstiger machen, geben wir dieser Zukunftstechnologie einen spürbaren Schub in Richtung Großserientauglichkeit.“

Schutz für hochempfindliche Zellen minimiert Herstellungskosten

Brennstoffzellen beinhalten Platin als Katalysator. Mit dessen Hilfe erfolgt die Umwandlung von Wasserstoff und Sauerstoff zu Wasser, die Reaktionsenergie wird als elektrische Energie verfügbar. Je weniger Schadgase in die Zelle eintreten, desto weniger Platin wird benötigt, um den Betrieb über die gesamte Lebensdauer eines Fahrzeuges zu gewährleisten. Platin ist selten und teuer –Zuluft mit einem höheren Reinheitsgrad dank leistungsfähiger Filter bedeutet also geringere Herstellungskosten. Um Brennstoffzellen zuverlässig zu schützen und damit preislich für den Verbraucher interessant zu machen, setzt Mahle auf ein hocheffektives Filtermedium aus mehreren Schichten: Ein Trägermaterial sorgt für mechanische Stabilität, eine Partikelfilterschicht scheidet unerwünschte Partikel zu 99,9 Prozent ab. Eine Molekularschicht verhindert das Eintreten von Ammoniak in die Brennstoffzelle, eine Aktivkohleschicht nimmt unerwünschte Kohlenwasserstoffe auf, und eine weitere Aktivkohleschicht mit spezieller Imprägnierung verhindert den Eintritt von Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff und Stickoxiden.

Komponenten für Brennstoffzellen nach dem Baukastenprinzip

Mahle unterstützt die Entwicklung großserientauglicher Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb durch seine gesamtsystemische Kompetenz in den Bereichen Thermo- und Luftmanagement, Leistungselektronik und Filtration. Im Fokus stehen dabei geringere Systemkosten bei höherer Betriebssicherheit. Auf Grundlage des derzeitigen Programms an Komponenten entwickelt Mahle ein Brennstoffzellen-System-Portfolio mit modularem Ansatz. So senke man technologische Hürden und trage gezielt zur Großserientauglichkeit von Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb bei.

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