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BIM Josef Harb

Mehr Sicherheit für Kraftfahrzeuge

12.12.2019

Eine neue EU-Verordnung soll für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Pkw-Modelle bekommen mehr Sicherheitsfeatures.

In den letzten Jahrzehnten haben Entwicklungen bei der Fahrzeugsicherheit erheblich dazu beigetragen, dass die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bei Verkehrsunfällen insgesamt zurückgegangen ist. Allerdings starben im Jahr 2017 auf den Straßen der Union 25300 Menschen. Diese Zahl ist seit vier Jahren konstant. Darüber hinaus werden  jedes Jahr 135000 Menschen schwer verletzt.  Ziel der Europäischen Union ist, dass es im Straßenverkehr weniger oder gar keine Unfälle mehr gibt. 

Der Europäische Rat hat vor einigen Tagen eine Verordnung über die allgemeine Sicherheit von Kraftfahrzeugen und den Schutz der Fahrzeuginsassen und von ungeschützten Verkehrsteilnehmern angenommen. Die Verordnung besagt:

Ab Mitte 2022 müssen alle neu typisierten Kraftfahrzeuge, die auf den EU-Markt gebracht werden, mit modernen Sicherheitssystemen ausgestattet sein. Nach den neuen Vorschriften müssen alle Kraftfahrzeuge (einschließlich Lastkraftwagen, Busse, Lieferwagen und sportliche Geländewagen) mit den folgenden Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sein:

  • intelligenter Geschwindigkeitsassistent,
  • Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre,
  • Fahrer-Müdigkeitserkennung und -Aufmerksamkeitswarnsystem,
  • fortgeschrittene Ablenkungserkennung,
  • Notbremslichter,
  • Systeme für die Erkennung beim Rückwärtsfahren,
  • Unfalldatenspeicher,
  • präzise Reifendrucküberwachung.

Für Personenkraftwagen und Lieferwagen werden zusätzliche moderne Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sein. Hierzu gehören:

  • Notbremsassistenzsysteme,
  • Spurhalteassistenzsysteme,
  • erweiterte Kopfaufprallschutzbereiche, mit denen bei einem Aufprall potenzielle Verletzungen von ungeschützten Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Radfahrern gemindert werden können.

Bundesinnungsmeister Josef Harb: „ Die neue EU-Verordnung wird die Verkehrssicherheit erhöhen und die Unfallstatistik und die tödlichen Unfälle werden stark rückläufig sein, da die Elektronik in gewissen Situationen besser reagiert als der Mensch. Für unsere Kfz- und Karosseriebetriebe wird es im nächsten Jahrzehnt noch keine gravierenden Umsatzrückgänge geben. 6,8 Millionen Bestandsfahrzeuge werden dafür sorgen. Der zunehmende Mix von herkömmlichen Fahrzeugen und jenen mit neuester Technik wird auch für Unfälle sorgen."

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