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Mehr Sicherheitsmerkmale für Kfz in der EU

18.12.2019
EU

Der Europäische Rat hat  eine Verordnung über die allgemeine Sicherheit von Kraftfahrzeugen und den Schutz der Fahrzeuginsassen und von ungeschützten Verkehrsteilnehmern angenommen. 

Die Verordnung besagt:

Ab Mitte 2022 müssen alle neu typisierten Kraftfahrzeuge, die auf den EU-Markt gebracht werden, mit modernen Sicherheitssystemen ausgestattet sein.

Nach den neuen Vorschriften müssen alle Kraftfahrzeuge (einschließlich Lastkraftwagen, Busse, Lieferwagen und sportliche Geländewagen) mit den folgenden Sicherheitsmerkmalen ausgestattet sein:

  • intelligenter Geschwindigkeitsassistent,
  • Vorrichtung zum Einbau einer alkoholempfindlichen Wegfahrsperre,
  • Fahrer-Müdigkeitserkennung und -Aufmerksamkeitswarnsystem,
  • fortgeschrittene Ablenkungserkennung,
  • Notbremslichter,
  • Systeme für die Erkennung beim Rückwärtsfahren,
  • Unfalldatenspeicher,
  • präzise Reifendrucküberwachung.

Für Personenkraftwagen und Lieferwagen werden zusätzliche moderne Sicherheitsmaßnahmen erforderlich sein. Hierzu gehören:

  • Notbremsassistenzsysteme,
  • Spurhalteassistenzsysteme,
  • erweiterte Kopfaufprallschutzbereiche, mit denen bei einem Aufprall potenzielle Verletzungen von ungeschützten Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Radfahrern gemindert werden können.

Die Verordnung wird dreißig Monate nach ihrem Inkrafttreten zur Anwendung kommen (= Mitte 2020). Für eine begrenzte Anzahl von Merkmalen beginnt die Anwendung später, damit die Fahrzeughersteller ihre Produktion an die neuen Anforderungen anpassen können.

Bundesinnungsmeister Josef Harb: „ Die neue EU-Verordnung wird die Verkehrssicherheit erhöhen und die Unfallstatistik und die tödlichen Unfälle werden stark rückläufig sein, da die Elektronik in gewissen Situationen besser ist als der Mensch. Für unsere KFZ- und Karosseriebetriebe wird es im nächsten Jahrzehnt noch keine gravierenden Umsatzrückgänge geben. 6,8 Millionen Bestandsfahrzeuge werden dafür sorgen. Der zunehmende  Mix von herkömmlichen Fahrzeugen und jenen mit neuester Technik wird auch für Unfälle sorgen“.

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