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Johann Spreitzer ( TU Wien), Bernhard Geringer (ÖVK), Hans-Peter Lenz (ÖVK), Volkmar Denner (Bosch), Keiji Kaita (Toyota), Henryk Green (Volvo), Frank  Welsch (Volkswagen) (v.l.)

Meilensteine am 40. Motorensymposium

16.05.2019

In den vier Keynote-Ansprachen des 40. Wiener Motorensymposiums, die von Vertretern der Automobilhersteller Bosch, Toyota, Volvo und Volkswagen gehalten wurden, ging es um nicht weniger als die Zukunft der individuellen Mobilität.

Im ersten Keynote-Vortrag beschäftigt sich Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, unter anderem mit der Gesundheit der Menschen in Bezug auf Luftqualität, Klimawandel, Verkehrssicherheit und Mobilität in Städten. Zur Verbesserung der Luftqualität habe Bosch bereits technische Lösungen zur Verringerung der Diesel-Stickoxide erarbeitet, und auch der Feinstaub von Ottomotoren und bei Bremsvorgängen konnte drastisch reduziert werden. Bezüglich Verkehrssicherheit werde es mit automatisiertem Fahren und innovativen Zweirad-Sicherheitssystemen gelingen, die Unfallzahlen weiter zu reduzieren. Außerdem arbeite Bosch intensiv an der Elektrifizierung aller Antriebsarten, vom eBike bis zum Lkw mit Brennstoffzelle. Laut Denner wird bis 2030 jedes vierte Neufahrzeug rein elektrisch fahren. Gleichzeitig werde es zu einer starken Elektrifizierung des Verbrennungsmotors mit milden und starken Hybriden kommen.

Die Strategie von Toyota erläuterte Keiji Kaita, Executive General Manager, Powertrain Company, in seiner Keynote-Ansprache. Für 2030 plant der größte japanische Fahrzeughersteller die Produktion von 4,5 Millionen Hybridfahrzeugen (HEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) sowie von einer weiteren Million batterieelektrischen Autos (BEV) und Fahrzeugen mit Brennstoffzellen (FCEV). Nur durch die Elektrifizierung der Antriebsstränge könne das übergeordnete Ziel Toyotas erreicht werden, bis 2050 die CO2-Emissionen im Abgas neuer Fahrzeuge – und damit den Kraftstoffverbrauch – im Vergleich zu 2010 um 90 Prozent zu reduzieren.

Die Zukunft der individuellen Mobilität liegt für die Volvo Car Group in einer weitgehenden Elektrifizierung der Fahrzeuge. Henryk Green, Senior Vice President Research & Development, bekräftigte in seiner Keynote-Ansprache Volvos Bekenntnis zu einem sehr raschen Technologiewandel mit klaren Worten: „Wir sind der Meinung, dass elektrisch angetriebene Fahrzeuge das zur Zeit einzig überzeugende Mittel sind, energieeffiziente Transporte in großem Maßstab zu ermöglichen und gleichzeitig die CO2-Emissionen zu minimieren.“  Green gab bekannt, bis zur Mitte der nächsten Dekade werde die Hälfte der Pkw-Produktion Volvos auf elektrisch angetriebene Autos – darunter vollelektrische, Plug-In-Hybrid- und Hybridfahrzeuge – entfallen.

Frank Welsch, VW-Markenvorstand Technische Entwicklung, will bis 2050 die CO2-Emissionen der Gesamtflotte kontinuierlich auf null reduzieren und eine zunehmende CO2-Neutralität über den gesamten Lebenszyklus realisieren.  Schon heuer läute Volkswagen mit dem ersten auf den Markt kommenden Vertreter einer ganzen Familie rein elektrisch angetriebener Fahrzeuge eine neue Ära der Elektromobilität ein. Der „ID. 3“ zeige das Potenzial des innovativen Modularen E-Antriebs-Baukasten, so Welsch. Der Kompaktwagen mit einem voraussichtlichen Preis von unter 30.000 Euro hat die Länge eines Golf und bietet innen fast so viel Raum wie ein Passat. Je nach verbauter Batterie sind Reichweiten von 330 bis über 550 km (WLTP) möglich.

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