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Messeinnovationen gefragt

02.04.2019

Während die VIENNA AUTOSHOW als klassische Endverbrauchermesse im Grunde am Puls der Zeit ist, wirkt die AutoZum in Salzburg mittlerweile verstaubt. Ein Plädoyer für Innovationen und Visionen.

D ie Initialzündungen der automotiven Branche zu Jahresbeginn sind geschlagen. Die Reed-Messe bejubelt bei der Vienna Autoshow in der Messe Wien ein „All-time-High“, weil sich im Verein mit der Ferienmesse wieder einmal ein Besucherrekord ausgegangen ist. Die AutoZum in Salzburg verzeichnete akzeptable Besucherzahlen und hat heuer gerade nochmal die Kurve gekratzt. Denn Faktum ist: Als AutoZum-Besucher spürte man buchstäblich die Abwesenheit vieler Big Player. WM Trost, Siems & Klein waren nicht dabei. Auch Obereder, Lukoil, Apollo Vredestein und einige andere Größen entschieden sich gegen die Präsenz auf der Messe. Im Wesentlichen war heuer die AutoZum-Welt so, wie sie immer war: gute Besucherzahlen, zahlreiche essenzielle Aussteller, attraktives Rahmenprogramm.

„Vienna Autoshow- Erfinder Felix Clary hat vor 15 Jahren den richtigen Riecher gehabt.“ WOLFGANG BAUER, CHEFREDAKTEUR

BEWÄHRT UND VERSTAUBT

Und gleichwohl spürte man, dass die Messe einer Generalüberholung bedarf. Einerseits ist es erfreulich, dass eine Traditionsveranstaltung prinzipiell so abläuft wie immer. Da kennt man sich aus, da findet man sich zurecht, da weiß man, was man hat. Andererseits ist wohl keine Branche derartigen Umbrüchen und einschneidenden Veränderungen unterworfen wie die automotive, in der kein Stein auf dem anderen geblieben ist in den vergangenen Jahren. Man hat das Gefühl, dass Reed hier zu wenig am Puls ist. Dass eher auf Bewährtes gesetzt wird als auf wirkliche Innovationen. Oder anders gesagt: Die Zeiten sind lange vorbei, da man auf die AutoZum gehen musste, um zu schauen, was es an Geräten so Neues gibt. Mittlerweile ist der Trumpf der AutoZum vorrangig, eine hervorragende Kommunikationsplattform zu sein. Das ist etwas wert, zweifellos. Namentlich angesichts der Tatsache, dass es zur AutoZum keinerlei Alternative in Österreich gibt. Fazit: Eine AutoZum, die 2019 im Wesen exakt so aufgebaut ist und abläuft wie eine AutoZum vor 20 Jahren kann nicht am Puls der Zeit sein und ist es vermutlich auch nicht.

ENDVERBRAUCHER-MESSE

Die Vienna Autoshow hingegen – im Gegensatz zur AutoZum eine Endverbraucher-Messe – hat ihre Berechtigung. Auch der Jahresrhythmus ist indessen unbestritten. Jedes Jahr Anfang Jänner zeigen die Automobilhersteller, was es Neues gibt und wohin die Reise geht. Das ist uneingeschränkt gut und demonstriert vortrefflich, dass dem Bedarf der Endverbraucher, die Auto-Neuheiten zu sehen, zu begreifen und zu spüren perfekt Rechnung getragen wird. Für große Hersteller wie VW, Ford oder Opel ist der Jahresrhythmus auf Grund der Fülle an Neuheiten obligatorisch. Für kleine wie Subaru ist die Vienna Autoshow kostspielig. Andererseits ermöglicht eine derartige Schau den Kleinen, dass viele Menschen ihre neuen Produkte sehen, die möglicherweise niemals in einen Subaru-Schauraum gegangen wären. 2004 ging die Vienna Autoshow erstmals über die Bühne. Als Erfinder der Schau gilt der damalige Sprecher der Automobilimporteure, Felix Clary. Er hat vor 15 Jahren die Zeichen der Zeit erkannt, dass es Zeit sei für eine große Neuwagen- Ausstellung in Österreich. Jetzt bedarf es eines Visionärs für die AutoZum. Damit die bewährte und pointierte Veranstaltung für die Zukunft gewappnet ist.

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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