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Bundesinnungsmeister Josef Harb

Pickerl-Fristen werden nicht verlängert

23.03.2020

ÖAMTC und ARBÖ hatten sich ans Verkehrsministerium gewandt. Ziel des Vorstoßes war eine zusätzliche Toleranzfrist von zumindest drei Monaten. Die Bundesinnung war strikt dagegen. Aus dem Infrastrukturministerium verlautet, dass man keinen Grund sehe, die Fristen zu verlängern.

Derzeit würden den ÖAMTC viele Anfragen, wie mit der Wahrnehmung von Pickerl-Prüffristen umzugehen ist. „Für private Pkw und Motorräder darf die Überprüfung bis zu vier Monate nach dem Ende des 'Lochungsmonates' überzogen werden. Wer das allerdings schon ausgereizt hat, könnte jetzt Probleme bekommen, weil viele Prüfstellen geschlossen sind oder keine Termine vergeben können", erklärte ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Damit diese Zulassungsbesitzer weder gezwungen werden, einen vermeidbaren Weg außer Haus zu einer Prüfstelle vorzunehmen, noch sich der Gefahr einer Bestrafung aussetzen müssen, weil sie mit abgelaufenem Pickerl unterwegs sind, wandte sich der ÖAMTC (gemeinsam mit dem ARBÖ) an die zuständigen Ministerien.

Die Bundesinnung der Fahrzeugtechnik stellte dazu klar. „Die österreichischen Kfz-Betriebe mit der Berechtigung die §57a-Überprüfung zu vollziehen, verfügen aktuell  über genügend Kapazitäten, um Pickerl-Überprüfungen durchzuführen. Eine Verlängerung der Toleranzfristen geht zu Lasten der Verkehrssicherheit. Ich empfehle allen Fahrzeugbesitzern mit der Werkstatt ihres Vertrauens ehestens einen Termin für die notwendige Fahrzeugüberprüfung zu vereinbaren“, so Bundesinnungsmeister Josef Harb.

Im Infrastrukturministerium sieht man keinen Grund, die Fristen zu überdenken. Man überprüfe fortwährend die Zahlen der Paragraf-57a-Überprüfungen und würde notfalls schnell reagieren. Aktuell dürfte es freilich keine gravierenden Probleme mit der Pickerl-Überprüfung geben, deshalb halte man im Sinne der Verkehrssicherheit an den Fristen fest. Sollten Härtefälle auftreten, werde man sich diese einzeln ansehen. 

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