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Neue Nutzfahrzeug-Marke in Österreich

03.05.2021

Eine neue Nutzfahrzeug-Marke betritt den österreichischen Markt. Sie kommt aus Deutschland, hat aber chinesische Wurzeln und wird in Tschechien gefertigt.

ARI Motors heißt das Unternehmen, das südlich von Leipzig seinen Sitz hat und Elektrofahrzeuge vertreibt. Seit 2017 bietet die ARI Motors GmbH smarte und günstige E-Mobile auf dem deutschen Markt an, jetzt sind die Elektrofahrzeuge per Direktvertrieb auch in Österreich erhältlich.

Mit dem Modell 901 rollt nun ein großer E-Transporter auf den Markt, der wahlweise über verschiedene Aufbauten verfügt. Die Varianten Pritsche, Kipper und Kofferaufbau sind in je drei Größen verfügbar. Die maximale Ladefläche beträgt 5 m², das maximale Ladevolumen mehr als 7,5 m³, der Kofferaufbau kann zudem auch mit einem Kühlaggregat ausgerüstet werden. Zudem steht eine Variante als Kastenwagen zur Auswahl. "Damit gibt es in Deutschland und Österreich endlich einen flexiblen E-Transporter für jeden Bedarf - egal ob im Unternehmen oder im kommunalen Einsatz", sagt ARI-Mitgründer Thomas Kuwatsch.

Hinter ARI Motors steckt freilich fernöstliche Technologie: Die Fahrzeuge basieren auf den Plattformen der chinesischen Hersteller Karry und Jiayuan EV.ARI Motors erweitert diese Basis in der firmeneigenen Manufaktur in Ricany bei Prag.  Der Markenname ARI wiederum leitet sich aus der japanischen Bezeichnung für Ameise ab – die wiederum bekannt ist für ihr Leistungsfähigkeit.

900 kg Nutzlast für weniger als 20.000 Euro

Der 901er präsentiert sich jedenfalls durchaus effektiv und günstig. Denn der ARI 901 kann mit stattlichen 900 Kilogramm beladen werden. Damit spielt er im Konzert der größeren Transporter mit. Sein Kaufpreis liegt in der Basisversion dennoch nur bei knapp 30.000 Euro (ohne Förderabzug). So kostet jedes Kilo Nutzlast gerade einmal 33 Euro! "Die meisten Transporter mit ähnlicher Nutzlast werden für rund 50.000 Euro angeboten und spielen in Sachen Reichweite in einer Liga mit dem ARI 901", sagt Kuwatsch. Zudem wird der Kauf in Österreich mit 12.500 Euro gefördert, in Tirol und Salzburg sind sogar bis zu 23.000 Euro Zuschuss möglich.

Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 60 kW Elektromotor. In der Spitze fährt der Transporter 100 km/h. Der 40 kWh Lithium-Ionen-Akku trägt den 901 bis zu 260 Kilometer weit, wie in mehr als 15.000 Testkilometern festgestellt wurde. Die Aufladezeit von 6-8 Stunden über einen Typ-2-Stecker kann dank einer CCS-Schnellladefunktion um die Hälfte verkürzt werden. Ein besonders schönes Accessoire: Ein Solarpanel sorgt bei optimaler Sonneneinstrahlung für zusätzliche 70 Kilometer Reichweite. Die Lieferzeit beträgt je nach Aufbautyp und Sonderausstattung 4-14 Wochen.

Autor/in:
Hans-Jörg Bruckberger
Original erschienen am 03.05.2021: KFZ Wirtschaft.
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