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Neues Ungemach für VW

22.08.2019

Das Landgericht Düsseldorf hat in einem Fall um einen VW Tiguan entschieden, dass auch das sogenannte Thermofenster gegen die europäischen Abgasvorschriften verstoße.

Das vom Motormanagement gesteuerte „Thermo-Fenster“ sorgt in VW-Fahrzeugen dafür,  dass die Abgasreinigung unter 10 Grad und über 32 Grad Außentemperatur abgeschaltet wird. „Dieses Urteil ist eine Sensation, da damit die Schadenersatzansprüche gegen den VW-Konzern noch keinesfalls verjährt sein können,“ sagt Peter Kolba, Obmann des Verbraucherschutzvereines (VSV). Er rät daher allen über 380.000 Betroffenen in Österreich, Schadenersatz gegen VW mit Deckung der Rechtsschutzversicherung einzuklagen oder sich der Musterfeststellungsklage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) in Braunschweig anzuschließen. In Österreich sind bisher von insgesamt 383.296 manipulierten Autos des VW Konzerns (VW, Skoda, Seat, Audi) bereits 351.342 zurückgerufen worden. Das sind 91,7 % aller betroffenen Autos mit dem EA 189 Motor. Derzeit noch in Gang ist die Rückrufaktion der großen 6-Zylinder Autos mit 3-Liter Motoren von Audi (A8 (4H), A6/A7(4G) A4 (8K), A5 (8F,8T) Q5 (8R), Q7 (4L,4M), VW (Touareg V6 7P, TDI) und Porsche (Macan, Cayenne). 10.063 Stück sind in Österreich davon betroffen. Vor wenigen Tagen hat das KBA auch eine Hardware-Nachrüstung für die EA 189 Motoren bewilligt. Um 3.000 Euro kann bei vielen Fahrzeugen eine zusätzliche Abgasreinigung eingebaut und das Fahrzeug damit in einen zulassungskonformen Zustand gebracht werden. „Es wäre Aufgabe der Bundesregierung, Druck auf VW zu machen, dass diese Nachrüstung von VW bezahlt und garantiert wird“, fordert Peter Kolba.

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