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Noch ärgern uns die Treibstoffpreise

25.08.2021

Die Energiepreise für österreichische Haushalte lagen im Juli um 13,7 % über dem Vorjahresniveau. Noch sind die Treibstoffe ein zentraler Preistreiber, doch ihre Bedeutung sinkt.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Vor einem Jahr waren Benzin und Diesel deutlich billiger als heute

Im Vergleich zum Vormonat Juni stieg der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) um 2,2 %, die allgemeine Teuerung lag auch hier mit 0,3 % deutlich niedriger. Vor allem Treibstoffe treiben den Energiepreisindex, doch mit zunehmender Elektrifizierung der Mobilität wird ihre Bedeutung sinken. Im Juli 2021 stieg der Dieselpreis um 2,8 % im Vergleich mit dem Vormonat und um 20,6 % im Vergleich mit Juli 2020. Die Preise für Superbenzin stiegen von Juni auf Juli 2021 um 3,5 % und lagen damit um 23,2 % über dem Vorjahreswert. Eine Tankfüllung mit 50 Litern Diesel kostete also um 10 Euro, mit Superbenzin um 12 Euro mehr als vor einem Jahr.

Trendwende in Sicht

„Treibstoffe haben auf Grund ihres hohen Gewichts bei der Berechnung des Österreichischen Energiepreisindex große Bedeutung für dessen Entwicklung. Dies wird sich zukünftig deutlich verändern, denn der Weg in Richtung E-Mobilität ist vorgezeichnet“, analysiert Herbert Lechner, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Zwar ist der Bestand nach wie vor massiv von Verbrennern dominiert und nur 1,2 % der Fahrzeuge sind vollelektrisch. „Der Trend ist jedoch eindeutig und zeigt in Richtung batterieelektrische Fahrzeuge. Seit 2017 verzeichnen Diesel-Pkw deutliche Marktverluste, von denen kurzzeitig Benziner profitierten – mittlerweile zeigen aber auch deren Neuzulassungen nach unten. Dagegen wurden in den ersten sieben Monaten 2021 mehr reine Elektroautos zugelassen als im gesamten Jahr 2020. Und Politik und große Player der Automobilhersteller treiben diese Entwicklung weiter“, betont Lechner.

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