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Der Opel Mokka erreicht beim EuroNCAP Crashtest nur vier Sterne.

ÖAMTC-Crashtest zeigt Mängel auf

07.07.2021

Der ÖAMTC und seine Partner haben fünf aktuelle Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen einem EuroNCAP-Crashtest unterzogen. Drei überzeugen mit fünf Sternen, zwei schneiden mit vier Sternen etwas schlechter ab.

Sowohl das elektrisch angetriebene Mercedes EQA als auch der konventionell motorisierte GLA punkten mit sehr guter Erwachsenensicherheit (97 bzw. 96 Prozent) und erhalten in der EuroNCAP Gesamtwertung fünf Sterne. Auch die Kindersicherheit beider SUV erreicht hohe 90 Prozent. Der Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer fällt mit 81 bzw. 79 Prozent gut aus, Verletzungspotenzial zeigen hier lediglich die A-Säulen und die Vorderkante der Motorhaube. 75 Prozent erzielen beide bei den Assistenzsystemen – speziell der Spurhalteassistent funktionierte im Test nur mittelmäßig. Der Cupra Leon glänzt vor allem bei den Assistenzsystemen und wird ebenfalls mit fünf Sternen bewertet. Die auf dem Seat Leon basierende Cupra Kombilimousine erreicht 91 Prozent in der Erwachsenensicherheit und 88 Prozent in der Kindersicherheit. Bei der Sicherheit vulnerabler Verkehrsteilnehmer erzielt er 71 Prozent – die A-Säulen und die untere Windschutzscheibenkante sind zu steif. Dafür kommt der Cupra bei den Assistenzsystemen in diesem Vergleich mit 80 Prozent auf den höchsten Wert – dank zahlreicher standardmäßig vorhandener und gut funktionierender Assistenten.

Fußgänger aufgepasst

Der Van Renault Kangoo patzt unter anderem bei der Fußgängersicherheit und erhält daher nur vier Sterne. In der Erwachsenensicherheit erzielt der Kangoo 78 Prozent – hier zeigt er Schwächen beim Insassenschutz im Seitenaufprall: Die Insassen prallen hart auf die andere Seite des Fahrzeugs auf und sind, da ein Center-Airbag fehlt, auch nicht voreinander geschützt. Dafür fällt die Kindersicherheit mit 87 Prozent vergleichsweise gut aus. Aufholbedarf zeigt der Kangoo mit 67 Prozent auch bei der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer – für sie besteht ein Verletzungsrisiko bei der unteren Windschutzscheibenkante, den A-Säulen und im mittleren Bereich der Motorhaubenvorderkante. Bei den Assistenzsystemen (72 Prozent) fehlt beispielsweise eine Müdigkeitserkennung des Fahrers.

Schlusslicht Opel Mokka

Das SUV von Opel erreicht insgesamt ebenfalls vier Sterne im EuroNCAP-Test, bildet in diesem Vergleich jedoch das Schlusslicht in allen Kategorien. Bei der Erwachsenensicherheit (73 Prozent) fehlen Seiten-, Knie- und Center-Airbags. Beim Seitencrash prallen die Insassen hart auf die andere Seite des Fahrzeugs auf. Im Frontcrash weist der Fahrer ein mittleres Verletzungsrisiko im Brust- und Beinbereich auf. Bei der Kindersicherheit (75 Prozent) traten im Frontalaufprall mittelschwere Belastungen im Nackenbereich auf. In der Fußgängersicherheit erreicht der Mokka 58 Prozent – mit einem hohen Verletzungsrisiko für den Kopf im Bereich der unteren Windschutzscheibenkante und der A-Säulen. Bei den Assistenzsystemen (64 Prozent) zeigte der Notbremsassistent Schwächen beim Erkennen anderer Verkehrsteilnehmer.

„Bei Kangoo und Mokka fällt unter anderem der geringere Schutz für vulnerable Verkehrsteilnehmer, wie beispielsweise Fußgänger und Radfahrer, auf. Hier ist mehr möglich", resümiert Max Lang, der Crashtest-Experte des Mobilitätsclubs.

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