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ÖAMTC erfreut: Ökologisierung und NoVA-Anpassung kommen

04.07.2019

Erfreut zeigt sich der ÖAMTC, dass die Steuerreform nun doch im September dieses Jahres im Nationalrat behandelt werden soll. Dadurch soll es auch zu einer Ökologsierung der motorbezogenen Versicherungssteuer und der NoVA – immerhin sieht der vorgeschlagene Gesetzestext auch eine stärkere Spreizung vor – kommen. 

"Durch einen Nationalratsbeschluss im Herbst kann die den Konsumenten durch das neue Messverfahren der Normverbräuche (WLTP) drohende, massive Steuererhöhung endgültig abgewendet werden", stellt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexperte Martin Grasslober klar. Bezüglich des von der ehemaligen Regierung präsentierten Gesetzesvorschlags sieht der ÖAMTC allerdings noch Nachbesserungsbedarf. Denn die nach wie vor fehlende Aufkommensneutralität sichert dem Finanzministerium ein Körberlgeld von rund 180 Mio. Euro jährlich. Insbesondere stößt beim Club aber die vorgeschlagene Erhöhungs-Automatik bei den beiden Steuern auf Kritik. "Dadurch würde die Steuerlast jährlich steigen", kritisiert der ÖAMTC-Experte. "Statt dieser Automatik plädiert der Mobilitätsclub für die Möglichkeit, Steueranpassungen per Verordnung vornehmen zu können, wenn Neuwagen tatsächlich deutlich effizienter werden."

Steuerlast und damit Lenkungseffekt sichtbar machen

"Nachdem die bislang auf dem Tisch liegenden Änderungen bei der NoVA und der motorbezogenen Versicherungssteuer nur Neufahrzeuge treffen, hat jeder potenzielle Käufer seine Steuerlast selbst in der Hand. Alle übrigen Autofahrer werden nicht zwangsbelastet", fasst Grasslober zusammen. Um den Lenkungseffekt dieser Änderungen zu verstärken, ist es allerdings auch notwendig, Transparenz für Konsumenten zu schaffen. "Die genaue Höhe von NoVA und motorbezogener Versicherungssteuer (aufgeschlüsselt auf kW und CO2-Komponente) sollte daher bereits in den Verkaufsunterlagen der Kfz-Händler sichtbar gemacht werden", fordert der ÖAMTC-Experte für die noch anstehende Reform der Pkw-Verbraucherinformationsverordnung.

 

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