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Opel schenkt ÖVP-Abgeordneter Auto: Ist das erlaubt?

30.11.2017

„Opel schenkt ÖVP-Abgeordneter Auto: Ist das erlaubt?“, fragt der „Kurier“ in der Ausgabe vom vergangenen Dienstag. Die Fakten: Die ÖVP-Behindertensprecherin Kira Grünberg hat von Opel einen Insignia 2.0 CDTI Automatik mit 170 PS erhalten. Wert: rund 40.000 Euro. Darf das sein? Ja, sagt der renommierte Verfassungsrechtler Heinz Mayer: „Zumindest so lange das nicht im Zusammenhang mit der Tätigkeit steht, also versucht wird, das Stimmverhalten zu beeinflussen.“ Wahr ist, dass sich Opel Austria bereits nach dem Trainingsunfall von Grünberg (Juli 2015) entschlossen hatte, den Insignia zur Verfügung zu stellen. Also lange bevor die Sportlerin in die Politik einstieg. Conclusio: Viel Lärm um nichts.
 


Leserbriefe zum Thema „Opel schenkt ÖVP-Politikerin Kira Grünberg einen Insignia“:

 

Sehr geehrter Herr Bauer,

 

dieser Wirbel ist nicht umsonst! Glauben Sie wirklich, das österreichische Volk ist so dumm, dass man nicht erkennt, was hinter dieser Aktion steckt? Egal ob die Dame einen Sportunfall hatte und jetzt behindert ist oder in der Politik ist, der Grund ist einfach: Die Dame steht im Rampenlicht und kann so für Opel eine Werbebotschaft verbreiten. Nichts ist umsonst auf dieser Welt, oder haben Sie mal den Verbraucher um die Ecke gesehen, der einen „Trainingsunfall“ hatte und dann von einem Autohersteller ein Auto geschenkt bekommen hat? Ich kenne diesen nicht, lasse mich aber gerne überzeugen. Opel soll sich schämen, diese Tatsachen für die eigene Werbung auszunützen. Hier geht es nicht ums Gesetz, sondern um die Moral der Gschicht! Aber die Moral in diesem Lande schwindet von Tag zu Tag. Man sollte ein Moralgesetz in der neuen Regierung aufsetzen, und der Dame wäre besser geraten gewesen das Geschenk nicht anzunehmen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Paul Matt, 8141 Premstätten


Sehr geehrter Herr Bauer,

 

ich wundere mich gerade über Ihre Newsletterconclusio: „viel Lärm um nichts“. Wenn ich die Allianz Versicherung zum Essen einlade und wir gehen zum Plachutta – weil der bei denen um die Ecke ist – dann zahlt die Allianz. Weil sie sonst ein Complianceproblem hat. Wenn eine Politikerin – noch dazu einer Partei, die sich als „neu“ positioniert – ein Geschenk im Wert von 40.000 EUR annimmt, dann ist das schon sehr viel. Natürlich nicht juristisch, da ist alles ok. Wobei ich auch das nicht verstehe, weil wie will man denn je nachweisen das es keinen Einfluss auf und Bezug zur Tätigkeit gibt? Allein die Dankesworte und die Berichterstattungen über dieses Geschenk von Opel sind unbezahlte Werbung ohne Ende. Auch wenn das Geschenk schon wesentlich früher zugesagt wurde, dann haben sich eben inzwischen die Rahmenbedingungen verändert. Und diese Zeitthematik als Begründung zu nennen, dass eh alles ok ist, öffnet strategischem Anfüttern Tür und Tor.

 

Herzliche Grüße

Dein Berufsinformierer

Robert Frasch

Autor/in:
Wolfgang Bauer
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