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Matthias Bertoldi (r.), Österreich-Geschäftsführer von Washtec, kooperiert beim neuen Mietmodell mit linx4-CEO Paul Bruckberger.

Pay-per-Wash

02.12.2021

Waschanlagen des Premium-Herstellers Washtec können fortan auch gemietet werden: Ein neues Finanzierungsmodell, bei dem sich die Kosten nach den Umsätzen richten, spricht gerade auch Kunden aus der Autobranche an. 

Mieten statt kaufen. Wer sich mit Trends beschäftigt, kommt, nebst Themen wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit, in verschiedenen Bereichen um eben dieses ­Motto kaum umher. So auch Matthias Bertoldi, seines Zeichens Österreich-Geschäftsführer des deutschen Waschanlagen-Spezialisten Washtec. Um diesem Trend Rechnung zu tragen, hat er eine Kooperation mit linx4 beschlossen. Das ist ein österreichisches Start-up, das sich auf nutzungsbasierte Finanzierungen spezialisiert hat. Es verleast oder vermietet Maschinen und rechnet sie nach ihrer tatsächlichen Nutzung ab. Im Falle von Washtec heißt das Modell „Pay-per-Wash“. Entsprechende Verträge, bei denen sich die Miete nach den tatsächlichen Umsätzen richtet, werden interessierten Kunden angeboten. Wobei linx4 die Waschanlagen von Washtec kauft und dann die entsprechenden Mietverträge mit den Waschanlagenbetreibern abschließt. Letztere bekommen alles aus einer Hand, also ein Paket inklusive Finanzierung, Wartung und Verbrauchsmaterialien. Hierbei kommt wiederum Washtec ins Spiel. 

Möglich ist das alles nur dank der bereits erfolgten Digitalisierung: Washtec macht seinem Ruf als einer der weltweit führenden Anbieter von innovativen Lösungen rund um die Fahrzeugwäsche alle Ehre und hat mit SmartSite eine Anlage mit Remoteverbindung im Programm, die einen Fernzugriff ermöglicht und eine Vernetzung der Anlagen. Für Washtec Österreich eröffnet das neue Miet-Modell, das noch im Dezember startet, neue Kundenschichten. Solche, die sich eine Neuanschaffung einer Waschanlage nicht leisten können oder wollen. „Das Mietmodell hat natürlich den Reiz, dass die finanzielle Belastung, auch in der Bilanz der Kunden, wegfällt“, erklärt Bertoldi. Sie können ihren Cashflow optimieren, verbessern gegebenenfalls ihr Kreditrating und müssen sich ansonsten um nicht viel kümmern. Schließlich beinhaltet das Mietpaket eben auch einen Servicevertrag. 

Aber wie funktioniert das Ganze im Detail? „Vorab gibt es eine Potenzialeinschätzung“, erklärt ­Bertoldi. Darauf aufbauend werde ein Basismietbetrag errechnet, hinzu komme dann noch eine flexible Mietkomponente, die sich eben nach dem tatsächlichen Einsatz der Anlage berechnet. Washtec bekommt laufende Wartungs- und Verbrauchs­materialzahlungen. Und der Kunde flexible, bedarfsorientierte Rückzahlungsraten. Gerade für Auto­häuser oder Werkstätten kann so ein Mietmodell mitunter durchaus Sinn machen. 

Gemeinsames Wachstum

„Mit Pay-per-Wash haben Washtec und linx4 gemeinsam ein innovatives Finanzierungsmodell für die Waschanlagen der Zukunft eingeführt“, erklärt linx4-Chef Paul Bruckberger, der das Start-up gemeinsam mit seinem Vater gegründet hat: „Der Waschanlagenbetreiber muss sich um nichts mehr kümmern, Finanzierung, Versicherung, Service, Wartung, Chemie – alles ist inklusive und aus einer Hand. Der Waschanlagenbetreiber zahlt nur mehr einen gewissen Betrag je Waschung.“ Nicht nur, dass der Waschanlagenbetreiber seine Bilanz entlastet, linx4 übernimmt auch bis zu 75 Prozent des Auslastungsrisikos, wenn es mal nicht so gut laufen sollte, wie Bruckberger weiter ausführt. Gerade Waschanlagen würden sich perfekt für ein Pay-per-Wash-Modell eignen, weil die Kund*innen der Waschanlagenbetreiber ja ebenfalls pro Waschung bezahlen. Von der Kooperation erwartet man sich ein „gemeinsames starkes Wachstum“, um Washtec dabei zu unterstützen, Markführer zu bleiben und neue Geschäftszweige zu erschließen. 

Autor/in:
Hans-Jörg Bruckberger
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